Die Süsse Nuss von HaselHerz holt sich den Sieg

Das Hamburger Food-Startup HaselHerz  hat sich im November 2016 auf der Veganfach in Köln gegen 80 Teilnehmer durchsetzen können. Mit ihrem Produkt „Süsse Nuss“ hat sich das Unternehmen das Siegel in der Kategorie ’Überzeugend vegan auch für (noch) nicht Veganer’ geholt. Eine starke Leistung und ein wohlverdienter Sieg für die Gründerin Ebru Erkunt. Eine neue Folge vom Spot on: Food & Health Specials.

Spot on: Food & Health Special - eine Serie über junge Unternehmen der Hamburger Food-Szene

Spot on: Food & Health Special – eine Serie über junge Unternehmen der Hamburger Food-Szene

Herzlichen Glückwunsch zum Sieg, liebe Ebru! Eure ’Süsse Nuss’ hat die vegane gesellschaft deutschland e.V. und das vegan Magazin überzeugt. Was machen denn die Produkte von HaselHerz besonders aus?

Meine 3 veganen Bio-Aufstriche, bestehen aus nur 2 Zutaten und das ist das Besondere daran. Alle anderen Aufstrich-Anbieter haben 3-8 Zutaten vereint, meist Strecker oder Palmöl, raffinierten Zucker oder einen sehr geringen Nussanteil.

Heutzutage ist Zucker in viel zu vielen Lebensmitteln enthalten, und wenn man den Konsum vermeiden kann, ist man dafür schon sehr dankbar. Mit HaselHerz kann und soll man einfach genießen ohne Reue.

Außerdem verarbeite ich die besten türkischen Haselnüssen, die Levantiner Haselnuss (Geschmack und Qualität sind gleichzusetzen mit der italienischen Piemont Haselnuss) und diese werden entweder mit der eingedickten Traube oder mit Kokosblütenzucker veredelt. Diese besondere Haselnuss ist so knackig, aromatisch und unbeschreiblich nussig, und wird auch von keinem anderen Aufstrichhersteller verarbeitet.

Umwerfend lecker ist das Aufstrich-Trio: die “kulau Nuss” schmeckt wie eine gesunde “Giottio” Füllung, die „Liebe Nuss“, wie ein Müsliriegel im Glas und die, von der veganfach ausgezeichnete, „Süsse Nuss“ schmeckt den meisten entweder wie veganes Nutella ohne Schokolade oder wie Zuckerrübensirup mit ganz viel Nussgeschmack.

Neben dem besonderen Geschmack und dem positiven Effekt auf die Ernährung, kann man die HaselHerzen einfach weiterverschenken.

Was bedeutet diese Auszeichnung für dich und dein Startup?

Es ist natürlich ein besonders schönes Kompliment von solch einem Expertengremium honoriert zu werden. Bei der Gewinnverkündung schossen mir so die Freudentränen in die Augen, weil ich einfach so dankbar und glücklich war. Endlich hat man den Mehrwert und das Besondere an meinem Produkt gesehen. In meiner ausgezeichneten Kategorie: Überzeugend vegan auch für (noch) nicht Veganer – habe ich mich gegen 3 große Firmen durchsetzen können, und das erfreut einen dann umso mehr.

Es liegen auch 2 harte Jahre hinter mir – zumal ich auch noch alles als One-Woman-Show veranstalte. Hierzu zählt die Produktion der Aufstriche, der Rohstoffeinkauf, die Präsenz auf Messen, die Akquise, die Verkostungen, die Buchhaltung, das Marketing, die PR, und und und…
Auf jeden Fall ist die Auszeichnung ein immens großer Schub im Bekanntheitsgrad – insbesondere bei den Veganern und auch in der Bio-Szene. Dadurch werden viele Entscheider aber auch Verbraucher auf HaselHerz bzw. auf die „Süsse Nuss“ aufmerksam.

Man kann sich das so vorstellen: Dein Produkt steht im Supermarkt-Regal und dadurch, das du nicht DAS Marketing Budget hast, geht dein Produkt bei der Auswahl einfach nur unter. Nach solch einer Auszeichnung richtet sich der Spot nun direkt auf dein Produkt und viel mehr Leute, die davor stehen, nehmen dich endlich wahr. Solch ein Siegel ist eben auch eine stille Vertrauens-Message an den Kunden.

(Bild: HaselHerz)

(Bild: HaselHerz)

Wie bist du auf den Gedanken gekommen, HaselHerz zu gründen?

Dadurch daß ich türkische Wurzeln habe, hat mich ein türkischer konventioneller Nuss Aufstrich aus der Heimat meiner Eltern dabei inspiriert. Ich fragte mich immer, wieso gibt es den eigentlich nicht in Deutschland? Das war mein Kerngedanke bei der Gründung. Gegründet habe ich dann in 2014 erst mal im Nebenerwerb und bin erst seit Februar 2016 in Vollzeit dabei.

Woher beziehst du deine hochwertigen Zutaten und wie verarbeitest du sie bisher?

Der Hauptteil der Zutaten kommt direkt aus der Türkei und diese werden in meiner gewerblichen Küche am Grindel verarbeitet. Die Produktion wird in 2017 outgesourct, da die angefragten Mengen aus meiner kleinen Manufaktur nicht mehr bedienbar sind.

Du hast bereits einen Onlineshop auf deiner Website. Gibt es auch andere Möglichkeiten an deine Produkte zu kommen?

Ja, zu finden sind sie bei BioCompany, temma, denns, LPG und in vielen Natur- oder Feinkostläden in Deutschland.

Was steht jetzt nach dem wohlverdienten Sieg als nächstes, konkretes Ziel auf deiner Liste?

Zunächst wird im Januar das Produktportfolio um 3 außergewöhnlichen Snacks erweitert und außerdem ein Relaunch meiner Website.

Die leckeren Produkte von Ebru findet ihr auf der Website. (Bild: HaselHerz)

Die leckeren Produkte von Ebru findet ihr auf der Website. (Bild: HaselHerz)

Was empfindest du als größte Herausforderung?

Der Aufbau einer Vetriebsstruktur und dass der Tag nur 24 Stunden hat, nicht mehr.

Es gibt eine florierende Food-Szene in Hamburg mit unzähligen, kreativen Startups. Was würdest du angehenden Food-Startups mit auf den Weg geben wollen?

Nicht aufgeben, weitermachen und an sein Produkt glauben. Das sind zwar die klassischen Floskeln, die man immer wieder hört und sich wiederholen, aber an denen ist auch wirklich etwas dran. Man sollte Nerven aus Kruppstahl haben und mutig sein. Auf dem steinigen Weg zum Erfolg gehen sehr oft auch Türen zu, aber so trivial es auch wieder klingt, gehen sie woanders wieder auf. Manchmal steht man vor einem Trümmerhaufen und denkt die Welt geht unter, aber am Ende tut sie es doch nicht.

Was auch wichtig und Balsam für die Seele ist, ist der Rückhalt durch Familie und guten Freunden. Am Anfang arbeitet man wie ein Hamster, aber man sollte sich eine Auszeit gönnen; sonst geht einem zu schnell die Puste aus.

Erfahrt mehr über HaselHerz bei uns im Monitor

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Hamburg ist ein Food-Standort und optimaler Eintrittsmarkt für Lebensmittelhersteller aller Art. Über 10% der Hamburger Startups bei uns im Monitor sind der Lebensmittelbranche zuzuordnen, und es werden immer mehr. Sie setzen als Innovatoren neue Trends, entwickeln neue Produkte, Vertriebswege und Geschäftsmodelle.

Geschätzt verfügt das Hamburger Startup Ökosystem über mindestens 100 Food-, Beverage- oder Food-Tech-Startups. Ein invieler Hinsicht großes Thema! Daher werden sich unsere Redaktion und unser Eventmanagement dem Thema Food in den nächsten Monaten mit dem ‚Spot on: Food&Health Special‘ intensiv widmen! Bleibt also gespannt!

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