Lampuga sichert sich Millionensumme

Das Hamburger Startup Lampuga hat 3,5 Millionen Euro Investitionskapital eingesammelt. Nachdem es letztes Jahr seine Crowdfunding-Kampagne erfolgreich mit einer sechsstelligen Summe abgeschlossen hatte und sich damit den Platz als Pionier im Bereich E-Mobility zu Wasser sicherte, konnte es Anfang November noch einen drauf setzen. Der Gründer Benjamin Köhnsen, der uns schon einmal ein Interview gegeben hat, erklärte uns, was er mit dem frischen Geld vorhat.

 

Erstmal herzlichen Glückwunsch an euch und euer Team. Ihr habt zurzeit vier Jetboards auf dem Markt und nun euer Ziel von 1 Millionen Euro vom letzten Jahr erreicht, was sind eure nächsten konkreten Meilensteine?

Vielen Dank! Das letzte Jahr lief für uns wirklich gut. Anfang November sind wir außerdem von Deloitte mit dem zweiten Platz in der Kategorie Rising Star des Fast 50 Awards ausgezeichnet worden – ein Beleg dafür, dass das Unternehmen kontinuierlich wächst. Wir werden alles daransetzen, auch in Zukunft das Unternehmenswachstum voranzutreiben.

Außerdem wollen wir die Etablierung von Jetboarding als eigenständige Sportart weiter vorantreiben. Es ist schön zu sehen, wie sich immer mehr Leute dafür begeistern. Mario Götze hat zum Beispiel neulich die Gelegenheit des Länderspiels in Hamburg genutzt und hat eine Runde auf dem extra für ihn designten Lampuga gedreht.

Die Boost Action von den Lampuga Boards macht auch bei keinem Wellengang viel Spaß. (Bild: Lampuga)

Wer ist euer neuer Investor?

Unser neuer Investor ist ein erfolgreicher Unternehmer und Business Angel aus Süddeutschland. Lampuga wurde ihm von einem Hamburger M&A-Berater vorgestellt.

Uns war und ist wichtig, dass jeder unserer Investoren wirklich vom Unternehmen – also vom Produkt und Team – überzeugt ist. Schon beim ersten Treffen haben wir festgestellt, dass die Chemie stimmt und dass unser neuer Gesellschafter auch voll hinter unseren Plänen für die nächsten Jahre steht.

 

Stichwort Internationalisierung: Ihr seid bereits seit einiger Zeit global erfolgreich – gerade in Asien. Habt ihr konkrete Standorte, wo ihr euch demnächst als Marke etablieren wollt?

Wir sind mit 49 Partnern weltweit bereits gut vertreten, wollen unser Vertriebsnetz aber weiter ausbauen. Als zusätzliche Zielmärkte stehen dabei vor allem die USA und die Karibik im Fokus. Irgendwo auf der Welt ist ja immer Sommer und damit Jetboarding-Saison.

 

Der Jetsurfmarkt auf internationaler Ebene hält Konkurrenten für euch bereit, wie setzt ihr euch gegen sie durch?

Unser Produkt ist auf dem Markt einzigartig. Es gibt keinen Konkurrenten, der mit einem elektrischen Antrieb eine auch nur annähernd vergleichbare Leistung bieten kann. Wir sind auch die einzigen, die es geschafft haben, ein elektrisch angetriebenes Jetboard mit einer Spitzengeschwindigkeit von 60 km/h zu entwickeln. Unser Lampuga Boost Carbon hängt mit seinen 22 PS locker die Konkurrenz ab. Andere Produkte, die leistungstechnisch mithalten können, werden mit wartungsintensiven Verbrennermotoren betrieben; Boards mit elektrischem Antrieb kommen nicht annähernd auf die Geschwindigkeit unserer Jetboards.

(Bild: Lampuga)

Eure Boards entstehen in Handarbeit in eurer eigenen Produktionsstätte, überlegt ihr mit dem erworbenen Geld eure Produktionskapazitäten zu erweitern?

Das ist sicherlich ein Thema. Wir erweitern das Team kontinuierlich, um der konstant wachsenden Nachfrage gerecht zu werden – die übrigens von Anfang an überwältigend war. Gleichzeitig bedeutet das natürlich auch, dass wir uns früher oder später auch räumlich verändern müssen. Die Produktion der Boards soll auch weiterhin vollständig in unserer Hand bleiben.

 

Habt ihr fest umrissene Konzepte für eventuelle Produkterweiterungen oder -neuerungen?

Wir haben so einiges in der Pipeline, ihr dürft also gespannt sein.

 

Danke für das Gespräch!

 

Lampuga im Hamburg Startup Monitor

 

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