Rabot Energy erhält 50 Millionen Euro in Finanzierungsrunde
Das auf dynamische Stromtarife spezialisierte Startup Rabot Energy hat eine Serie B-Finanzierungsrunde über 50 Millionen Euro abgeschlossen. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen den Ausbau seines Angebots für Privathaushalte, Gewerbe- und Industriekunden in Deutschland beschleunigen und die Weiterentwicklung der technologischen Plattform sowie die Anbindung zusätzlicher Geräte, vom Batteriespeicher über die Wallbox bis zur Wärmepumpe, vorantreiben.
Angeführt wird die Runde von dem auf europäische Tech-Scale-ups spezialisierten Growth-Capital-Investor Endeit und dem DeepTech & Climate Fonds (DTCF). Von den Bestandsinvestoren beteiligten sich unter anderem HV Capital, High-Tech Gründerfonds (HTGF), Bosch Ventures, CNI, Acurio Ventures und vent.io. Überzeugen konnte die Investoren die äußerst positive Entwicklung von Rabot Energy. Gestartet im Jahr 2021, versorgt das Startup mittlerweile über 200.000 Kunden mit über 600 Millionen Kilowattstunden Ökostrom. Seinen Umsatz konnte es auf 200 Millionen Euro steigern. Nach Berechnungen von Rabot Energy sparten die Kunden, darunter rund 15.000 Geschäfts- und Industriekunden, 2025 gegenüber dem jeweiligen Grundversorgerpreis zusammen rund 45 Millionen Euro ein.
Mit Rabot Energy bauen Kunden ein virtuelles Kraftwerk
Der Erfolg des Unternehmens hängt mit den Besonderheiten der Energiewende zusammen. Entscheidend wird zunehmend, wann und wie Strom verbraucht wird. Der Fokus verschiebt sich damit weg von der Erzeugung und hin zum Verbrauch. Rabot Energy bietet smarte Stromtarife und hilft gleichzeitig dabei, flexible Verbräuche automatisiert in die Zeiten zu verschieben, in denen Strom besonders günstig und erneuerbar ist. Speicher laden, wenn erneuerbarer Strom im Überfluss da ist, und entladen, wenn er knapp wird. Jede so verschobene Kilowattstunde muss in der Spitzenstunde nicht aus einem Gaskraftwerk kommen, und erneuerbare Erzeugung muss seltener abgeregelt werden. Ein zentraler Baustein ist dabei die intelligente Vernetzung von Batteriespeichern in Haushalten. Sie wirken gebündelt wie ein virtuelles Kraftwerk.

Mit Rabot Flow hat das Unternehmen im Juni 2026 eine integrierte Lösung aus dynamischem Stromtarif, Smart Meter und Plug&Play-Batteriespeicher eingeführt. Damit lassen sich laut Rabot Energy die Energiekosten eines durchschnittlichen Haushalts um 15 Prozent senken. Die Lieferung erfolgt innerhalb von drei Tagen. Der Anschluss ist an jeder normalen Steckdose möglich, und die Aktivierung dauert knappe zwei Minuten per App. Eine eigene PV-Anlage braucht es dafür nicht, eine Mietwohnung genügt.
„Die nächste Kraftwerksgeneration wird nicht gebaut, sie wird zusammengeschaltet. In Millionen Haushalten liegt ein riesiges, bislang ungenutztes Potenzial: Energie nicht nur zu verbrauchen, sondern sie intelligent in das Gesamtsystem einzubinden. Mit der Series B machen wir aus einzelnen Haushalten ein Netzwerk, das das Stromsystem stabilisiert, die Energiewende beschleunigt und nebenbei die Stromrechnung unserer Kunden deutlich senkt“, sagt Jan Rabe, CEO von Rabot Energy.
Foto: Rabot Energy








