3 Millionen Euro in Pre-Seed-Runde für Hyground
Das Hamburger Startup Hyground hat eine Pre-Seed-Runde in Höhe von 3 Millionen Euro abgeschlossen an der sich Partech, adesso ventures, Angel Invest und Plug and Play beteiligt haben. Die Finanzierung soll die Entwicklung einer KI-Lösung beschleunigen, die Unternehmen dabei hilft, die Ausfallzeiten in ihren IT-Systemen erheblich zu reduzieren.
So beschreibt Hyground das Problem, das es löst
Für welche Probleme Hyground eine Lösung anbietet, verdeutlicht das Startup in einem aktuellem Blogbeitrag an einem Beispiel:
„Stellen Sie sich einen Kunden vor, der gerade im Online-Shop an der Kasse steht. Der Warenkorb ist voll, bereit zur Bezahlung. Die Seite wird leer. Die Artikel verschwinden. Innerhalb von Sekunden sind Vertrauen und Umsatz dahin. Sichtbare Ausfälle wie dieser sind nur die Spitze des Eisbergs. Moderne Produktionssysteme erleben ständig kleinere Zwischenfälle, Leistungseinbußen und Fehler unter der Oberfläche, die der Weltwirtschaft insgesamt jedes Jahr Hunderte von Milliarden Dollar kosten.
Die Ursache ist struktureller Natur. Moderne Infrastrukturen generieren enorme Mengen an Protokollen, Metriken, Abläufen und Ereignissen über fragmentierte Tools und Systeme hinweg. Beobachtungsplattformen machen diese Daten sichtbar, lösen das Problem jedoch nicht. Jemand muss immer noch die Signale in Zusammenhang bringen, sich durch die Dashboards navigieren und das Problem unter Druck diagnostizieren. Dieser Prozess ist langsam, komplex und hängt vollständig davon ab, wer im Unternehmen über den besten Kontext verfügt.

Das operative Wissen ist in den Köpfen der Menschen verankert, nicht in den Systemen. Wenn diese Personen nicht verfügbar sind, kommen die Teams zum Stillstand. Der Alarm wird ausgelöst. Der Techniker, der das System wirklich versteht, ist nicht erreichbar. Alle anderen bleiben bei der Feststellung ‚„’Irgendetwas stimmt nicht‘ stecken, ohne einen Weg zum ‚Warum‘ zu finden. Eine Untersuchung, die eigentlich zwanzig Minuten dauern sollte, zieht sich über fünf Stunden hin.
Hyground wurde entwickelt, um diese Lücke zu schließen.“
Was Hyground leistet
Die Disziplin, in der Hyground antritt, trägt das Kürzel SRE. Das steht für Site Reliability Engineering und meint das Aufsetzen von Prozessen, die einen möglichst reibungslosen Ablauf von IT-Prozessen ermöglichen. Wenn ein Fehler auftritt und ein Alarm ausgelöst wird, beginnt Hyground automatisch mit der Untersuchung. Als Ergebnis liefert die Software Antworten auf die Fragen, was und warum es passiert ist und was jetzt zu tun ist. Zwischen den Vorfällen automatisiert sie die sich wiederholenden Ermittlungsarbeiten, die täglich einen unverhältnismäßig großen Teil der SRE-Zeit in Anspruch nehmen.
Das funktioniert nicht nur in der Theorie, sondern auch bereits in der Praxis. Zu den Kunden gehören die Deutsche Bahn und das Automatisierungsunternehmen ifm. Die Zeiten für die Behebung von Störungen haben sich bei ihnen laut Unternehmensangaben um bis zu 80 % verkürzt. Störungen, deren Behebung bisher Stunden in Anspruch nahmen, ließen sich demnach innerhalb von Minuten beseitigen.








