myProtectify – mit Crowdfunding gegen häusliche Gewalt
Die meisten sozial orientierten Startups haben ein Problem: Sie haben hohe Sympathiewerte, weil sie sich für einen guten Zweck einsetzen, aber erhalten kaum Finanzierungen, weil sie nicht profitorientiert sind. Auch myProtectify, das Hilfe für Opfer häuslicher Gewalt anbietet, fällt in diese Kategorie. Deshalb hat das Startup jetzt eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, die die direkte Unterstützung so leicht wie noch nie macht.
Die Geschichte von myProtectify lässt niemanden kalt
Vor allem in der Hamburgert Startup-Szene kennen viele die Geschichte von Sogol Kordi. Vielleicht auch vom Finale unseres Gründerinnenwettbewerbs STARTERiN Hamburg 2025, wo Sogol mit myProtectify den Titel in der Kategorie „Impact“ gewann. Dort erzählte sie die aufrüttelnde Geschichte über ihre persönlichen Erfahrungen mit häuslicher Gewalt. Vier Jahre vergingen, bevor sie sich aus einer für sie zerstörerischen Beziehung befreien konnte. Gründe für die lange Leidenszeit waren das unzureichende Hilfsangebot und fehlende Bezugspersonen, da sie in die Isolation getrieben worden war.

Ihren Wunsch, anderen betroffenen Frauen die nötige Hilfe bieten zu können, erfüllte sich Sogol mit der Gründung von myProtectify. Seit August 2025 ist der KI-Chat Maya online und wird zwischen 250- und 300-mal pro Monat genutzt. Maya ist eine virtuelle Ansprechpartnerin, die moralische Unterstützung bietet und konkrete Ausstiegsmöglichkeiten aussteigt. Das alles ist psychologisch fundiert und so sicher wie irgend möglich. Eine künstliche Intelligenz auf diesem Niveau zu entwickeln, kostet Geld, während der Service für die Betroffenen selbst natürlich kostenlos ist. Daher ist myProtectify auf andere Einnahmequellen angewiesen, beispielsweise durch öffentliche Förderung oder Workshops in Unternehmen.
Bei dieser Kampagne kommt jeder Euro an

Oder eben jetzt durch eine Crowdfunding-Kampagne. Um Maya noch bekannt zu machen und weiterzuentwickeln, hat sie sich das ehrgeizige Ziel von 100.000 Euro gesetzt. Viele Kampagnen funktionieren nach dem Alles-oder-nichts-Prinzip, das heißt, wird das Ziel nicht erreicht, geht das Startup mit leeren Taschen nach Hause. Hier ist das zum Glück anders, jeder eingenommene Euro kommt myProtectify zugute, auch wenn es nicht 100.000 werden. Wenn ihr euch beteiligen möchtet, gibt es verschiede Möglichkeiten. Ihr könnt direkt spenden und erhaltet dafür den üblichen Spendenbeleg. Oder ihr besorgt euch einen der Merchandise-Artikel, beispielsweise ein Poster oder ein T-Shirt. Dazu gibt es noch Kooperationsangebote, die sich an Unternehmen richten.Wenn ihr mehr über die Kampagne wissen und euren Beitrag leisten wollt, dann schaut hier vorbei!
Beitragsbild: Maxine Stiller




Fotos: Leonie Krüger, Jana Richter, myProtectify, Claudia Höhne, PicturePeople


