re_source packt die Verpackungsfrage an
Viele Faktoren machen eine gute Verpackung aus. Sie muss das in ihr enthaltene Produkt sicher aufbewahren, sich für erfolgreiches Marketing eignen und nicht zuletzt eine Reihe von Umweltkriterien erfüllen. Hier kommt das Startup re_source zum Zug, das KI einsetzt, um für jede Verpackungsherausforderung die beste Lösung zu finden.
Herzensthema Kreislaufwirtschaft
Das Thema Kreislaufwirtschaft beschäftigt Victor Büchner seit dem Beginn seines BWL-Studiums an der Lüneburger Leuphana Universität im Jahr 2018. Besonders nachhaltigen Eindruck hinterließ da ein Seminar von Prof. Dr. Michael Braungart. Zusammen mit dem Amerikaner William McDonough prägte Braungart den Begriff „Cradle to Cradle“ für ein Wirtschaftsprinzip, bei dem Produkte und Nährstoffe in einem biologischen oder technischen Kreislauf immer wieder verwertet werden. Zusammen mit dem international renommierten Professor gründete Victor Holy Shit., um Unternehmen bei der Implementierung des Cradle to Cradle-Prinzips zu beraten. Zu den Erfolgen gehörte die Einführung einer kompostierbaren Corona-Schutzmaske.
Weitere wichtige Stationen seiner beruflichen Laufbahn sind Montblanc, wo er sich als Werkstudent mit dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und anderen die Nachhaltigkeit betreffenden Regularien beschäftigte, und Carbon 13. Dabei handelt es sich um einen Venture Builder mit Standorten in Cambridge und Berlin, dessen Ziel es ist Unternehmen hervorzubringen, die das Klima schützen. Bei rund 1.000 Bewerbungen war Victor 2025 einer von 80 Teilnehmenden. Zum Konzept des Programms gehört, möglichst viele Interviews zu führen, um Probleme zu verstehen und Lösungen zu finden. Victor arrangierte über 80 solcher Gespräche.

Die dafür erforderlichen Kontakte verdankte er seinem umfangreichen Netzwerk, das er nicht zuletzt im Rahmen seiner Tätigkeit beim Impact Hub Hamburg aufbauen konnte. Im Oktober 2023 hatte er dort angefangen, unter anderem trat er dort als Initiator der Zebra Investment Night in Erscheinung. Als er also Anfang 2026 mit re_source an die Öffentlichkeit trat, hatte er die Startup-Welt bereits auf vielfältige Weise kennengelernt und auch mit seinem Herzensthema Kreislaufwirtschaft schon einige Erfahrungen gemacht. Zusätzliche Kompetenz bringen seine beiden Mitgründer ein. Vincent Ackenausen kommt aus der Unternehmensberatung und kennt sich bestens mit den Tücken der Regulatorik aus. Lukas Brack ist für das Know-how in Sachen künstlicher Intelligenz zuständig.
Eine EU-Verordnung kommt re_source entgegen
PPWR ist eine Buchstabenkombination, die viel mit der Gründung von re_souce zu tun hat. Sie steht nämlich für Packaging and Packaging Waste Regulation, auch bekannt als Verpackungsverordnung der EU. Ab dem 12. August 2026 gilt sie in allen Mitgliedsstaaten. Die darin festgelegten Nachhaltigkeitsvorgaben sind zeitlich gestaffelt und gipfeln 2030 unter anderem in der Pflicht zu einer umfassenden Recyclingfähigkeit. Unternehmen, die sich auf die eine oder andere Weise mit Verpackungen beschäftigen – und das sind in letzter Konsequenz fast alle, die mit gegenständlichen Produkten zu tun haben – müssen sich also dringend informieren und Maßnahmen ergreifen.
re_source stellt ihnen dafür ein KI-Tool zur Verfügung, mit dem sie die optimalen Verpackungslösungen finden können. Die ist dann nicht nur PPWR-konform und besonders nachhaltig, sondern oft sogar noch kostengünstiger. Über eine herkömmliche Google-Recherche sind solche Ergebnisse kaum zu erzielen. Das Startup greift nämlich auf exklusive Datenbanken zu Themen wie CO2-Emissionen, Materialeigenschaften und Preisgestaltung, zu, deren Nutzung sonst mehrere Tausend Euro kosten würde. Hinzu kommen anonymisierte Kundeninformationen und zunehmend Daten, die re_source durch die Verwendung von KI selbst generiert. So soll der Vorsprung gegenüber generalistischen KIs erhalten bleiben.
Trefft re_source beim Food Innovation Camp!
Das lohnt sich vor allem für Unternehmen mit einer breiten Produktpalette und entsprechend vielen Verpackungsvarianten. Victor war beispielsweise im Gespräch mit einer Drogeriekette, die über 5.000 Produkte von Eigenmarken im Sortiment hat. Aber bereits bei 50 verschiedenen Verpackungen rechnet sich der Service, und Startups, die noch ganz am Anfang stehen, können gern nach Sonderkonditionen fragen. Überhaupt steht das Team momentan noch für eine persönliche Beratung zur Verfügung, später sollen Partner diese übernehmen. Zwei zahlende Pilotkunden aus Hamburg gibt es bereits, ein Online-Händler und ein Unternehmen für Luxusprodukte. Für eine gute finanzielle Grundlage sorgen zudem eine Förderung der IFB Innovationsstarter GmbH mit dem InnoFounder-Programm. Am endgültigen Geschäftsmodell wird noch gearbeitet, Software-as-a-Service ist am wahrscheinlichsten.
Wer mehr über re_source erfahren möchte, sollte am 22. Juni das Food Innovation Camp besuchen. Dort stellt sich das Startup am Gemeinschaftsstand der Handelskammer Hamburg zusammen mit drei weiteren jungen Food Tech-Unternehmen vor. Tickets für das eine große Expo und ein umfangreiches Konferenzprogramm umfassende Event bekommt ihr hier!








