Die wichtigsten Food-Messen 2027: Wo sich Gründer, Handel und Investoren treffen
Ein Produkt auf den Markt zu bringen ist das eine – die Listung im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) oder der Zugang zu Investoren das andere. Messen bleiben für Food-Startups auch 2027 der schnellste Beschleuniger für Sichtbarkeit und B2B-Kontakte. Doch wo lohnt sich das Investment an Zeit und Budget wirklich? Wir haben die wichtigsten deutschen Food-Messen für 2027 verglichen und gezeigt, welches Event zu welcher Entwicklungsphase passt.
Biofach in Nürnberg – der Pflichttermin für Nachhaltigkeit & Clean Label

Wer mit bio-zertifizierten, nachhaltigen oder innovativen Organic-Konzepten antritt, kommt an der Biofach nicht vorbei. Sie ist die Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel und ein hochspezialisierter Treffpunkt.
- Wann: 16. bis 19. Februar 2027
- Vorteile für Startups: Sehr fokussiertes Fachpublikum, das gezielt nach nachhaltigen Innovationen sucht; starke Netzwerkmöglichkeiten im Bio-Fachhandel.
- Fokus: Bio-Zertifizierung, Nachhaltigkeit, Fachhandel & Reformhäuser.
- Besonders zu beachten: Strikte Zulassungskriterien bezüglich der Bio-Zertifizierung.
INTERNORGA in Hamburg – der Schlüssel zur Gastronomie & Out-of-Home

Für Food-Startups, deren Zielgruppe nicht primär der Supermarktregal-Verkauf ist, sondern die Gastronomie, Hotellerie oder Gemeinschaftsverpflegung, ist die INTERNORGA die wichtigste Leitmesse im Norden.
- Wann: 12. bis 16. März 2027
- Vorteile für Startups: Direkter Kontakt zu Systemgastronomie, Hotelketten und Großhändlern.
- Fokus: Foodservice, Out-of-Home-Markt, Großverbraucher.
- Besonders zu beachten: Erfordert Produkte, die auf Großküchen- oder Gastronomie-Anforderungen skaliert sind.
Food Innovation Camp in Hamburg – der fokussierte Matchmaking-Hotspot

Das Food Innovation Camp (FIC) in Hamburg hat sich als die zentrale Plattform für Food- und Foodtech-Startups im DACH-Raum etabliert. Anders als klassische Großmessen setzt das FIC auf maximale Kontaktdichte ohne Streuverluste: Der Fokus liegt auf direkten B2B-Pitch-Formaten, gezieltem Matchmaking mit Decision-Makern aus dem LEH (u.a. REWE, EDEKA) sowie dem Austausch mit Business Angels und VCs.
- Wann: 14. Juni 2027
- Vorteile für Startups: Exklusive Matchmaking-Sessions, direkter Draht zu Entscheidern im Handel, familiäre Atmosphäre und hohe Sichtbarkeit bei Medienpartnern.
- Fokus: Handelslistung, Investment, Markenaufbau & Networking im DACH-Raum.
- Besonders zu beachten: Für Startups mit knappem Budget bietet das FIC mit dem Future Brands Program ein eigenes Förderprogramm. Gründerinnen und Gründer können sich hier für stark subventionierte Standpakete und exklusive Matchmakings bewerben.
Anuga in Köln – der globale Riese für Skalierung

Die Anuga in Köln ist die unangefochtene Weltleitmesse für Lebensmittel und Getränke. Für Startups, die bereits ein valides Produkt am Markt haben und internationale Märkte oder große Handelsketten ansteuern, ist sie eine gigantische Bühne.
- Wann: 9. bis 13. Oktober 2027
- Vorteile für Startups: Maximale internationale Reichweite, Präsenz aller großen Einkäuferverbände.
- Fokus: Internationale Skalierung, B2B-Massenmarkt.
- Besonders zu beachten: Hohe Stand- und Logistikkosten sowie das Risiko, in der Masse der globalen Player unterzugehen.
Fazit: Welche Messe passt zu eurem Startup?
Wer die globale Bühne sucht und die entsprechenden Kapazitäten hat, plant die Anuga ein. Für reine Bio-Konzepte bleibt die Biofach die erste Adresse. Wer hingegen als Food-Startup den direkten, effizienten Weg in den Lebensmitteleinzelhandel, zu Investoren und in die Presse sucht, findet im Food Innovation Camp 2027 das beste Aufwand-Nutzen-Verhältnis – insbesondere, wenn man sich die Chance auf eine Förderung über das FIC Future Brands Program sichert.








