IFB Innovationstarter feiert 15 Jahre Startup-Förderung
Wenn es um die finanzielle Förderung geht, ist für viele Hamburger Startups die IFB Innovationsstarter GmbH buchstäblich die erste Adresse. Viele junge Unternehmen hätten ihre ersten Schritte ohne die Tochtergesellschaft der Investitions- und Förderbank IFB Hamburg kaum machen können. Vor 15 Jahren fiel der Startschuss mit dem ersten InnoStarterFonds – Grund genug für eine Geburtstagsfeier und eine Erfolgsbilanz.
Als 2011 der erste InnoStarterFonds aufgelegt wurde, gab es die IFB in ihrer heutigen Form noch gar nicht. Sie entstand erst 2013 als Zusammenschluss der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt und der Innovationsstiftung Hamburg. Auch Startups waren damals als Thema noch nicht so präsent, schon gar nicht in Hamburg. Seiher hat sich eine Menge getan. Der InnoStarterFonds hat inzwischen seine dritte Ausgabe durchlaufen, die vierte befindet sich in der finalen Planung.
IFB Innovationsstarter GmbH fördert mit insgesamt sechs Programmen und Fonds




Dr. Heiko Milde, Geschäftsführer IFB Innovationsstarter GmbH, ist seit Beginn an dabei. hat also die gesamte Entwicklung, die er in einer kurzen Keynote präsentierte, mitgestaltet. 2013 startete mit InnoRampUp das erste Förderprogramm, bei dem keine Unternehmensanteile abzugeben waren. 2018 kam nach dem gleichen Prinip InnoFounder für besonders frühphasige Startups dazu. 2019 ist das Gründungsjahr des Hamburg Investors Network (HIN), dem inzwischen mehr als 600 Investorinnen und Investoren angehören. Die Förderprogramme InnoFinTech (2022) und InnoImpact (2023) gaben noch mehr Startups und auch sozialen Projekten die Chance, eine finanzielle Anschubhilfe zu erhalten. Der 2024 aufgelegte InnoVentureFonds richtet sich an schon fortgeschrittene Jungunternehmen, die für weiteres Wachstum ein Millioneninvestment benötigen.
Ein paar Zahlen – Stand jeweils 30. September 2026 – machen deutlich, welche Rolle die IFB Innovationsstarter GmbH im Hamburger Ökosystem spielt. Demnach hat sie insgesamt 633 Förderungen in Höhe von zusammen 142 Millionen Euro vergeben. 490 davon waren reine Zuschüsse (Wert: 56 Millionen Euro), 143 Beteiligungen in Höhe von 86 Millionen Euro. Die haben sich tatsächlich schon rentiert, durch Unternehmensverkäufe wurde mehr eingenommen als ausgegeben. Eine gute Nachricht auch für private Investoren, die mehr als 300 Millionen Euro zusätzlich beigesteuert haben. Eine wichtige Rolle als Kapitalgeber spielt der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Nicolas Gibert-Morin war als Vertreter der EU-Kommission angereist und lobte die Aktivitäten der IFB als vorbildlich auch im europäischen Vergleich.
Drei Beispiele für erfolgreich geförderte Startups

Eine Förderung oder Beteiligung durch die IFB Innovationsstarter GmbH ist noch keine Garantie für Erfolg, wohl aber eine gute Basis. Hinzukommen müssen eine Geschäftsidee, die am Markt wirklich konkurrenzfähig ist, etwas Glück und sehr viel Durchhaltevermögen und Widerstandskraft. Davon berichteten drei Gründer, die mit ihren Startups schon einige Höhen und Tiefen erlebt haben. Eine Erfolgsgeschichte aus der ersten Generation des InnoStarterFonds handelt von i3 Membrane. 2014 gefördert. hat das Unternehmen längst den Startup-Status hinter sich gelassen, beschäftigt heute rund 80 Mitarbeitende und macht 10 Millionen Jahresumsatz. All das mit einer Filtertechnologie, die vor allem in der Medizin und der Biotechnologie zum Einsatz kommt.
BioTech ist auch ein gutes Stichwort für Colipi. Dieses Startup produziert das „beste Öl der Welt“, wie der Gründer Maximilian Webers stolz verkündete. Das entsteht durch Fermentation, bei der als zusätzlicher positiver Effekt auch noch CO2 verbraucht wird. Die Herausforderung besteht nun darin, für dieses Öl einen geeigneten Markt zu finden. Für die Lebensmittelproduktion ist es nämlich noch nicht zugelassen; als Ausweg bietet sich momentan die Kosmetikbranche an. Erstmals Gewinne wird in diesem Jahr Flexvelop mit der Gerätefinanzierung für Unternehmen einfahren. Bis dahin war es ein steiniger Weg, weshalb der Gründer Hans-Christian Stockfisch auch allen vom Gründen abrät, die nicht den vollen Einsatz leisten wollen. Wer aber dazu bereit sei, solle den Sprung wagen – idealerweise mit dem Wind der IFB-Förderung unter den Flügeln.
Beitragsbild: das Team der IFB Innovationsstarter GmbH








