admark.ai und die Startup-Brüder aus „Die Höhle der Löwen“
Familienunternehmen sind ein Dauerthema bei „Die Höhle der Löwen“, eine Rarität sind dagegen Unternehmerfamilien wie die Zöllners. Als 17-jähriger sicherte sich Davis 2021 einen Deal mit Carsten Maschmeyer für sein Startup MyTaag, jetzt versuchte auch sein Bruder Christopher, ebenfalls noch im Teenager-Alter, sein Glück in der Show. Im Interview erklärt er sein Startup admark.ai, mit dem er Unternehmen bei der Optimierung ihrer Social Media-Kampagnen helfen will, und ob es auch für ihn zu einem Deal mit Maschmeyer gekommen ist.
Lieber Christopher, vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst! Könntest du uns zu Beginn etwas über dich erzählen und was du vor admark.ai gemacht hast?
Ich habe mich schon im Alter von 14 Jahren mit dem Aufbau von Instagram-Seiten beschäftigt. Darunter zum Beispiel ein Account über Autos, der fast 200.000 Abonnenten erreichte. Hier sammelte ich erste Social Media-Erfahrungen, welche später dazu beitrugen admark.ai zu entwickeln.
Wie ist die Idee für admark.ai entstanden?
Die Idee entstand direkt aus meinen persönlichen Problemen im Social Media-Bereich. So musste ich beispielsweise regelmäßig um 5 Uhr morgens aufstehen um für meine Zielgruppe die Posts zum richtigen Zeitpunkt zu veröffentlichen. Oft hatte der richtige Veröffentlichungszeitpunkt einen großen Einfluss darauf, wie gut der Post performte. Daher brachte ich mir mit 15 das Programmieren bei, um ein Tool zu bauen, welches automatisch die Posts für mich veröffentlichte.

Was macht admark.ai besonders?
admark.ai kombiniert neuste KI-Sprachmodelle mit den Daten von Social Media. Die Sprachmodelle bauen auf den historischen Daten auf und können datenbasiert Social Media-Beiträge optimieren. Mittlerweile haben unseren Ansatz simplifiziert, sodass wir unseren Kunden die Möglichkeit bieten, einfach per Eingabe der E-Mail-Adresse fertige Social Media-Posts zu erhalten. Das bedeutet, dass unser Team die Social Media-Posts erstellt, optimiert und an den Kunden liefert.
Was hat dich dazu bewogen, dich bei „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?
Mit 14 Jahren sah ich aus erster Hand, welchen Einfluss „Die Höhle der Löwen“ hatte, als mein Bruder Davis Zoellner mit 17 Jahren als jüngster Gründer dort pitchen durfte. Ich fand es sehr inspirierend zu sehen, wie Davis sich einen Deal mit Carsten Maschmeyer erkämpfte und in welchem Ausmaß medial über meinen Bruder und seine Firma berichtet wurde. Da die Chancen die Risiken für mich weit überwogen, habe ich mich einfach beworben.
Wie hast du dich auf die Sendung vorbereitet?
Ich habe mich auf die Sendung vorbereitet, indem ich den Pitch oft probte. Da das Risiko eines „No Deals“ immer da ist, habe ich in der Höhle versucht, meine Nervosität außen vor zu lassen. Denn: Ich bin fester Überzeugung, dass man als Gründer gar nicht als „Verlierer“ die Höhle verlassen kann. Entweder hast du einen Deal bekommen oder wertvolles Feedback sammeln können.

Wie war dein Auftritt vor den Löwen?
Der Auftritt war für mich eine emotionale Achterbahn. Nicht nur wegen der Diskussion mit Frank Thelen, sondern auch wegen des unterschiedlichen Feedbacks der Löwen und der Wendung, als Carsten Maschmeyer auf mich zu ging.
(Anmerkung der Redaktion: Frank Thelen äußerte Zweifel an der Einzigartigkeit der KI von admark.ai. Carsten Maschmeyer bot einen Deal in Höhe von 200.000 Euro für 25,1 % an, den Christopher auch annahm.)
Was ist seit dem Pitch passiert?
Nach dem Handschlag in der Sendung kam es seitens Team Maschmeyer zu Änderungen der Konditionen, die für mich nicht machbar waren. Obwohl ich den ursprünglichen Deal gerne gemacht hätte, kam dieser leider nicht zustande. Nichtsdestotrotz haben wir meiner Meinung nach einen passenderen Investor gefunden und sind mit unserem Team und der Entwicklung sehr zufrieden.
Mehr über admark.ai erfahrt ihr in diesem Beitrag.
Fotos: RTL / Bernd-Michael Maurer




RTL / Bernd-Michael Maurer


