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Hamburger Startup JobMatchMe expandiert mit seiner Plattform TruckJobs ins Ausland

Das Hamburger  Startup JobMatchMe bringt Lkw-Fahrer und Spediteure zusammen – künftig auch in Österreich und Polen. Die Job-Matching-Technologie von TruckJobs berücksichtigt psychologische, kulturelle und formale Faktoren zur optimalen Auswahl eines Arbeitsverhältnisses. Und das mit Erfolg: Seit dem ersten Quartal 2018 arbeitet das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von einer Million Euro kostendeckend.

Die Idee des Gründers Daniel Stancke entwickelt sich auf dem deutschen Markt zu einem effizienten Recruitinginstrument. Allein im letzten Monat lieferte TruckJobs 1500 qualifizierte Bewerbungen an ihre rund 200 Geschäftskunden. Dabei erhielten deutsche Speditionen im Schnitt mindestens sieben Bewerbungen innerhalb von 30 Tagen. Mit seiner Lösung für den Fachkräftemangel hat das Startup große Kunden wie zum Beispiel die Deutsche Post, Emons Spedition GmbH und die Hoyer-Gruppe gewonnen.

Das Team von JobMatchMe/TruckJobs (Foto: JobMatchMe)

Für die Entwicklung der Plattformen in Österreich und Polen hat sich das Team in den letzten Monaten fast verdoppelt. Mittlerweile sind rund 20 Mitarbeiter aus den Bereichen HR, Development, Sales, Marketing, Diagnostik und Psychologie bei JobMatchMe beschäftigt.

JobMatchMe stellt auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover aus

„Es war schon immer unser Ziel, nicht zu den 80 Prozent der Startups zu gehören, die sich innerhalb von zwei Jahren wieder von ihrer Geschäftsidee verabschieden müssen. Unsere Planung war von Anfang an langfristig und international angelegt. Deshalb haben wir auch viel Energie in eigene Imagekampagnen gesteckt, bei der die Wertschätzung für Fahrer und Fuhrunternehmen im Mittelpunkt steht. Für unsere Vorgehensweise an der Wurzel des Problems anzusetzen haben wir emotionalen Zuspruch aus der Community erhalten. Auf dieser Basis baut unser Geschäftsmodell auf und wir freuen uns sehr über die positive Entwicklung und die Erschließung neuer Märkte im Ausland“, sagt JobMatchMe-Gründer Daniel Stancke.

Ein weiteres Highlight für das junge Hamburger Unternehmen folgt bei 20. September. Das Team wird auf einem Gemeinschaftsstand mit EURO-Leasing (einer Tochtergesellschaft der Volkswagen Financial Services AG) und anderen Partnern auf der IAA Nutzfahrzeuge vertreten sein.

Music WorX Accelerator präsentiert die Klasse von 2018

Eine Plattform für Bandproberäume, Crowdinvesting für Musiker und Musik-Streaming für Kinder – mit diesen drei Geschäftsideen geht der Music WorX Accelerator 2018 in seine nächste Runde. In dem dreimonatigen Förderprogramm unterstützt die Behörde für Kultur und Medien gemeinsam mit der Hamburg Kreativ Gesellschaft im mittlerweile sechsten Jahr innovative Geschäftsmodelle aus der Musikwirtschaft.

Die drei Startups bandnova (Hamburg), Fanvestory (Tallin/Estland) und laleby (Hamburg) erhalten über einen Zeitraum von drei Monaten Workshops und Beratungen von Branchenkennern, Arbeitsräume im Coworking Space betahaus sowie ein intensives Vernetzungsangebot mit der Hamburger Musikwirtschaft. Die Teilnehmer bekommen zudem einem Zuschuss zum Lebensunterhalt und 5.000 Euro für die Einbindung externer Dienstleister, wie beispielsweise Anwälte, Programmierer oder Marketingexperten.

Der Music WorX Accelerator startete 3. September und endet mit einem Pitch am 27. November. Dort werden neben den drei ausgewählten Teams weitere Startups aus der Musikwirtschaft  ihre Geschäftsmodelle einem Fachpublikum und möglichen Investoren vorstellen und um einen Jurypreis in Höhe von 5.000 Euro konkurrieren.

Das waren die Teilnehmer am Music WorX Accelerator 2017

Das sind die Teilnehmer bei Music WorX 2018

bandnova
bandnova will Musikern eine Plattform bieten, auf der sie einfach und flexibel freie Zeiten in Proberäumen und Studios buchen können. Dadurch haben sie die Möglichkeit frei zu entscheiden, wo und mit welchem Equipment die nächste Bandprobe stattfinden soll. Langfristig möchten die Gründer Jens Kempchen und Dominik Hattrup nicht nur Proberäume, sondern viele weitereinteressante Produkte und Services von und für Musiker über ihre Plattform vermitteln.

Fanvestory
Fanvestory ermöglicht Fans, ein Stück Musik zu kaufen und damit gleichzeitig einen Anspruch auf zukünftige Lizenzgebühren zu erwerben. Damit unterstützen Fans die Karriere der von ihnen geschätzten Künstler. Für die wiederum bietet das Startup aus Estland einen Geldvorschuss für ihre urheberrechtlich geschützten Werke sowie einen einzigartigen VIP-Kommunikationskanal für ihre treuesten Fans und Unterstützer.

laleby
laleby ist der erste Musik-Streaming-Player für Kinder ab dem Kleinkindalter, der plattformunabhängig und nicht auf ein Smartphone angewiesen ist. Über die App von  laleby lässt sich der Player den individuellen Wünschen und Bedürfnissen der Kinder anpassen, sodass er für sie der perfekte Begleiter für viele Jahre Musik, Hörspiele und Spaß ist.

Bewerbt euch jetzt für ein NEXT18 Startup Ticket!

Ihr seid in einem Startup und möchtet an der NEXT-Konferenz am 20. und 21. September auf der Hamburger Reeperbahn teilnehmen? Dann meldet euch jetzt hier dafür an! Die Beantragung eines Tickets ist der erste Schritt, um bei der NEXT18 dabeizusein. Neben den üblichen Angaben zur Person und zum Unternehmen müsst ihr dafür eine kürze Begründung abgeben (höchstens 250 Zeichen), warum ihr gerne dazugehören möchtet. Innerhalb von fünf Tagen bekommt ihr dann die Info, ob euer Antrag angenommen wurde, und erhaltet alle Details zur Bestellung des Tickets. Die Bewerbung für ein Ticket verpflichtet nicht dazu, es bei positiver Rückmeldung auch zu kaufen.

Das NEXT18 Startup-Ticket beinhaltet:

  • Teilnahme an der zweitägigen NEXT-Konferenz mit Keynotes, Workshops und Masterclasses von über 60 Referenten
  • Zugang zum CopperHouse, unserem Networking Hub und Partybereich
  • Zugang zu exklusiven Networking-Events (z.B. die berühmten Bootsfahrten durch den Hafen)
  • Kostenloses Frühstück, Kaffee, Mittagessen, Wasser, Getränke, WiFi
  • Vorrangiger Zutritt zu mehr als 900 Konzerten, Showcases und Aufführungen des Reeperbahn Festivals (abhängig von der Kapazität)
  • Zugang zum Reeperbahn Festival und zum Reeperbahn Festival Konferenzprogramm (Sessions, Networking, Auszeichnungen) als Teilnehmer
  • Zugang zur Delegiertendatenbank des Reeperbahn Festivals

Ein NEXT18 Startup-Ticket kostet 249 Euro + 19 % Mehrwertsteuer, also insgesamt 296,31 Euro.

Über die NEXT

Die NEXT-Konferenz gibt es bereits seit 2006. Ihr Ziel war und ist es, die digitale Revolution auf die Tagesordnung zu setzen. Sie ist ein zweitägiges Festival des Wissens, das relevante digitale Themen zur Diskussion stellt. Dazu gehören die Bereiche Design, Marketing und Produktentwicklung und wie sich dort Veränderungen auf das menschliche Verhalten auswirken. Das Motto der NEXT18 lautet „Digital Fix – Fix Digital“. Zu den Speakern gehören Joseph Lubin (Gründer Ethereum / Consens Sys), Ayesha Kanna (Gründerin ADDO AI), Amber Case (Cyborg-Expertin), Tim Leberecht (Autor von „The Business Romantic“) und viele andere. Das ganze Programm findet ihr hier.

26 Millionen für Mobility-Startup Wunder

Wunder Mobility erhält in einer Series-B Finanzierungsrunde frisches Kapital in Höhe von 26 Millionen Euro von Finanzinvestoren aus UK und der USA. Die Runde führt die KCK-Group an. Auch der Hauptinvestor der Series-A Finanzierung Blumberg Capital hat mitgewirkt. Das Kapital fließt in den Ausbau des Entwicklungsteams in Deutschland sowie den Aufbau eines internationalen Vertriebs.

Mit dem frischen Geld will Wunder seine Rolle als internationaler Technologie-Zulieferer für innovative und zukunftsweisende Mobilitätskonzepte weiter stärken und seine Marktposition in Deutschland ausbauen. Derzeit besteht das Wunder-Team aus global 70 Mitarbeitern, die in vier Büros in Asien, Deutschland und Südamerika arbeiten. Geplant ist der Ausbau um weitere 100 Personen in den nächsten zwölf Monaten – vor allem im Bereich der Produktentwicklung am deutschen Standort in Hamburg. Im Fokus der weiteren Aktivitäten steht eine Verdreifachung der internen Softwareentwicklung sowie der Aufbau eines internationalen Vertriebs.

Das Team von Wunder Mobility soll noch kräftig wachsen (Foto: Wunder)

Zum Leistungspaket zählen Software, Hardware sowie operative Dienstleistungen für die Bereiche Smart Shuttles, Fleet Management und Carpooling. Verkehrsbetriebe sowie Unternehmen aus der Automobilindustrie aus Japan, Europa und Amerika haben sich in den letzten Monaten für den Einsatz der Technologie entschieden.

Erfolgreich auf den Philippinen, in Indien und Brasilien

Das Unternehmen wurde 2014 in Hamburg gegründet. Im selben Jahr wurde in Hamburg und Berlin das erste Ride-Sharing in Deutschland auf den Markt gebracht. Wegen des strengen Personenbeförderungsgesetzes in Deutschland wurde der Betrieb kurz darauf ins Ausland verlagert. Inzwischen hat Wunder sein Produktangebot erweitert und über eine Million Nutzer auf den Philippinen, in Indien und in Brasilien. Das Unternehmen wickelt aktuell weltweit circa eine Million Fahrten pro Monat ab.

Seit diesem Jahr ist das Unternehmen wieder am deutschen Markt aktiv. In Lizenzvereinbarungen mit lokalen Verkehrsbetrieben wie der VB Bachstein und Strategen wie Marubeni aus Japan stellt Wunder seine Technologielösung als Plattform zur Verfügung.

Gründer und CEO von Wunder Mobility Gunnar Froh kommentiert: „Flexible und nachhaltige Mobilitäts-Modelle sind gefragt! Im Zuge der Mobilitäts- und Energiewende braucht unser Verkehrssystem neue, umweltbewusste und zukunftsorientierte Lösungen. Wir freuen uns, dass wir unsere Kapitalgeber von unserem visionären Konzept, die verschiedenen neuen Mobilitätslösungen aus einer Hand anzubieten überzeugen konnten. Gemeinsam mit Städten, Gemeinden und der Industrie wollen wir zeitgemäße Mobilitätskonzepte vorantreiben und den Verkehr nachhaltiger gestalten“.

„Die Höhle der Löwen“ hat jetzt eigene Zeitschrift

„Die Höhle der Löwen“ startet heute nicht nur in ihre fünfte Staffel und ist Thema in allen Medien, die Gründershow bekommt jetzt sogar eine eigene Zeitschrift. Entwickelt wurde sie von den Redaktionen der Wirtschaftstitel ‚Capital‘ und ‚Business Punk‘ aus dem Verlagshaus Gruner + Jahr. Die erste Ausgabe erscheint ebenfalls heute, also am 4. September. Für diese spürte das Team auf 116 Seiten den Startups und Unternehmen aus den früheren Staffeln nach und porträtierte exklusiv Gründer aus der neuen. Reporter durften zudem hinter die Kulissen der Show schauen und den „Löwen“ näher aufs Fell rücken.

So sieht das Cover des „Die Höhle der Löwen“-Magazins aus.

„Das Heft ist ein völlig neues Gründer-Magazin“, sagt Capital-Chefredakteur Horst von Buttlar, unter dessen Federführung das DHDL-Projekt in Berlin entstanden ist. „Wir haben viele spannende Gründer getroffen, die mit ihrer Kreativität, ihrem Willen, etwas Neues zu schaffen und aufzubauen und ihrem Mut beeindrucken“. Ein Stück weit habe man eine neue Welt entdeckt: „Sehr nah dran an den Gründern, und überall trafen wir Menschen, die für ihre Ideen kämpfen.“

Zum Staffelende ist eine weitere Ausgabe geplant

Redaktionell ist das Gründer-Magazin in die drei Rubriken „In der Höhle“, „Nach der Höhle“ und „Jenseits der Höhle“ gegliedert. Es beschreibt etwa ein Dutzend Gründer aus den vergangenen Staffeln und was aus ihren Plänen geworden ist. Dazu kommen unterhaltsame und bisher kaum bekannte Details aus dem Kreis der Investoren. Dazu gehört ein Blick in die Studio-Garderobe von Ralf Dümmel, der für seine maßgeschneiderten Anzüge und bunten Socken bekannt ist.

Das Magazin erscheint in einer Auflage von 250.000 Exemplaren. Der Heftpreis liegt bei 3,90 Euro. Das Projekt leitete Capital-Redakteur Georg Fahrion, die grafische Konzeption lag bei dem Capital-Grafiker Max Winter. Eine weitere Ausgabe soll im November gegen Ende der Staffel erscheinen.

Beitragsbild: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

FUTURE HAMBURG AWARD: Hamburg sucht die weltweit innovativsten Startups

Die Stadt Hamburg startet den FUTURE HAMBURG AWARD und gibt innovativen Startups die Chance, ihr Europa-Business auszubauen. Der Startschuss für den Wettbewerb fiel am 30. August beim diesjährigen Festival „Hamburg on Tour“ in London, Europas bedeutendster Startup-Metropole mit traditionsreichen und zukunftsträchtigen Verbindungen zur Hansestadt.

Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg: „Die Zukunft unserer Stadt liegt in Forschung, Innovation und Transfer. Startups reiten auf der Welle der Digitalisierung, sie sind die Unternehmen der Zukunft. Mit dem FUTURE HAMBURG AWARD feiert Hamburg seine jungen Gründer. Die Auszeichnung steht für internationalen Austausch, Vernetzung und Transfer der globalen Startup-Szene. Denn nur, wenn wir voneinander lernen und zusammenarbeiten, können wir Großes verwirklichen und Zukunft gestalten.“

Screenshot von der FUTURE HAMBURG AWARD-Webseite

Bewerben können sich internationale, nationale und regionale Startups mit einem digitalen Geschäftsmodell bis zum 5. Januar 2019 online, und zwar hier. Die Erstplatzierten erhalten unter anderem sechs Monate lang Zugang zu einem Hamburger Coworking-Space und Coachings mit Branchengrößen aus dem Hamburger Accelerator- und Venture Capital-Ökosystem. Der Sieger kann sein Startup außerdem bei den Online Marketing Rockstars (OMR) im Mai 2019 präsentieren, um dort Investoren und Entscheider zu überzeugen. Zusätzlich gibt es für alle Gewinner ein Mediapaket mit Marketingleistungen in fünfstelliger Höhe.

Hamburg als Tor zum europäischen Markt

Mit dem FUTURE HAMBURG AWARD will die Stadt Hamburg die vielfältigen Möglichkeiten der Metropole für Startups aus Zukunftsbranchen bekannter machen. Dazu Dr. Rolf Strittmatter, Vorsitzender der Geschäftsführung Hamburg Marketing GmbH: „Der Future Hamburg Award steht für Hamburg als internationale Startup-Metropole mit einer einzigartigen Vernetzung wichtiger Zukunftstechnologien. Der Award bietet Gründern aus Deutschland und der ganzen Welt die Chance, ihr Unternehmen an einem der führenden Startup-Standorte in Europa weiterzuentwickeln. Darüber hinaus sorgt er für eine bessere Sichtbarkeit des Hamburger Startup-Ökosystems auf nationaler und internationaler Ebene.“

Zur Jury des Wettbewerbs gehören unter anderem Vertreter aus dem Airbus BizLab, dem Next Commerce Accelerator und dem Next Logistic Accelerator, die OMR unterstützen ihn medial. Initiatoren des Wettbewerbs sind die Hamburg Marketing GmbH und Hamburg Invest.

CryptoLeague generiert Fußballer in der Blockchain

Fußball und Blockchain – das klingt nach einer ebenso gewagten wie vielversprechenden Kombination. Das Hamburger Startup Kastner & Knuth GbR möchte mit seinem Spiel CryptoLeague für Furore sorgen und hat dafür gerade eine Kickstarter-Kampagne gelauncht. Das dreiköpfige Team hinter CryptoLeague entwickelt ein Spiel, analog zum bewährten Prinzip eines Fußballmanagers, bei dem die Blockchain Fußballspieler generiert. Dadurch sind sie einzigartig und können tatsächlich besessen werden. Anders als bei den bisherigen blockchainbasierten Spielen wie CryptoKitties geht es nicht nur ums Sammeln. Bei CryptoLeague können die Spieler aktiv trainiert und verbessert werden.

Die Spieler lassen sich zudem auf einem Transfermarkt handeln und treten in Teams in täglichen Matches gegeneinander an. Wenn Spieler durch Training oder Erfolge auf dem Platz ihre Qualität steigern, steigt auch ihr Marktwert. Wie beim echten Fußball können clevere Manager in Talente investieren, Erfolge in der Liga erzielen und die Spieler in der Kryptowährung Ether (ETH) gewinnbringend auf dem virtuellen Transfermarkt an andere Manager verkaufen. Die Nutzer haben so das Gefühl, ihren Verein wie in der realen Welt an die Spitze der Liga wirtschaften zu können.

Über CryptoLeague

Im Januar 2018 kamen die Gründer Pascal Knuth und Simon Kastner auf die Idee, dass man aus den blockchainbasierten Spielen mehr machen kann. „Das reine Sammeln und teures Kaufen von Katzen oder Robotern verspricht nicht immer Langzeitspielspaß“, so Pascal . Nach intensiver Recherche und Konzeption fanden sie den passenden Partner für die Entwicklung. Mit Blockchainexperten wurde die technische Grundlage gelegt. Bisher haben die Gründer alles mit eigenen Mitteln finanziert. Für die finale Phase holen sich die Jungs aus Hamburg jetzt Unterstützung per Crowdfunding

Die Kampagne läuft noch bis zum 22.Sptember. Das Finanzierungsziel liegt bei bescheidenen 10.000 Euro. Für Unterstützer winken, je nach Höhe des Investments, Startspieler oder gleich ein komplettes Team, das ab dem Launch in 4. Quartal 2018 sofort in den Spielbetrieb eingreifen kann.

Picalike übernimmt DailyDress

Startup-Fusion in Hamburg: Picalike übernimmt für einen nicht genannten Betrag DailyDress. Eine sinnvolle Kombination, denn beide Unternehmen machen ihre Umsätze in der Modebranche. 2016 startete DailyDress mit dem Gründertrio Jennifer Schäfer, Laura Karim und Marius Murtz, von dem nur noch Jennifer an Bord ist. Die angebotene App hat zwei wesentliche Funktionen. Im ersten Schritt können Nutzerinnen ein Inventar ihres Kleiderschranks erstellen. DailyDress empfiehlt dann, je nach Anlass, Wetter oder Stimmung, die richtige Kombination der Teile und beantwortet damit die Frage „Was soll ich heute bloß anziehen?“

Jennifer Schäfer, Daniel Raschke und Sebastian Kielmann, jetzt alle bei Picalike (Foto: Facebook-Seite von Picalike)

Außerdem schlägt die App weitere Kleidungsstücke vor, die gut zu den vorhandenen passen würden, und hat auch gleich den Link zu dem Shop parat, wo es das zu kaufen gibt. Gegenüber dem Handelsblatt gab Jennifer an, bisher hätten 20.000 Personen die App heruntergeladen, acht Prozent davon seien aktive Kunden.

Produktempfehlungen sind der gemeinsame Nenner beider Startups

Auch Picalike arbeitet im Bereich der Produktempfehlungen und hat eine Software entwickelt, die sich an optischer Ähnlichkeit orientiert. Das bereits 2010 gegründete Unternehmen ist spezialisiert auf Bilderkennung und arbeitet mit Elementen aus der künstlichen Intelligenz. Zu den Kunden zählen Otto, Esprit und viele weitere Modeanbieter.

„DailyDress ist eine natürliche Erweiterung unseres Geschäftsmodells“, zitiert Wirtschaftswoche Gründer Daniel Raschke, einen der Gründer und Geschäftsführer von Picalike. Die Marke DailyDress und ihr Angebot werden weiter bestehen. Jennifer Schäfer bleibt hier Geschäftsführerin und kümmert sich zudem um das Marketing von Picalike.

Stimmt für PuttView und Nect beim Wettbewerb „Gründer des Jahres 2018“!

Gründer.de, ein nach eigener Definition B2B-Portal für Gründer, Startups, KMUs und Selbständige, hat einen weiteren Wettbewerb ins Leben gerufen. Gesucht wird der „Gründer des Jahres 2018“. Die 27 Kandidaten, sowohl Startups als auch einzelne Gründerinnen und Gründer, treten in insgesamt acht Kategorien an, darunter Mobility, eCommerce, Solopreneur, Social, Startup und Early-Bird. Aus Hamburger Sicht am interessantesten sind allerdings die Bereiche Education und Software.

Kategorie Education

Vier Bewerber stehen hier zur Wahl. UniNow will Studierenden den Alltag erleichtern und bei der Karriereplanung helfen. Die ReDi School of Digital Integration ist eine gemeinnützige digitale Schule für technikinteressierte Newcomer in Deutschland. Startup Teens nennt sich eine Non-Profit-Organisation, die jungen Unternehmern zwischen 14 und 19 Jahren hilft, ihre Geschäftsideen umzusetzen. Für Hamburg am Start ist schließlich PuttView, das Augmented Reality für das Golftraining einsetzt. Zur Abstimmung in dieser Kategorie geht es hier.

Kategorie Software

Hier sind gleich fünf Kandidaten in der Verlosung. Lunchio digitalisiert steuerfreie Zuschüsse für Mitarbeiter in Form von Digitalen Essensmarken und Warengutscheinen. Naventik hat eine Software entwickelt, die es ermöglicht, die Position eines Fahrzeugs im Verkehr genau zu bestimmen. blik hilft bei der Verwaltung von Lagerbeständen Kosten zu sparen, indem es eine Echtzeitverfolgung von Waren bietet. e-bot7 entwickelt und integriert künstliche Intelligenz in den bestehenden Kundenservice eines Unternehmens. Hamburg ist vertreten durch Nect und seine auf künstlicher Intelligenz basierendeLösung zur Identitätsprüfung. Euren Favoriten könnt ihr hier unterstützen.

Die Abstimmung läuft noch bis zum 31. August. Die Gewinner der einzelnen Kategorien treten dann beim großen Finale am 15. September in Berlin an, um den Gesamtsieger zu ermitteln. Eine Fachjury und auch das Publikum des dann stattfindenden Gründerkongresses treffen die Entscheidung. Wer an der Vorauswahl teilnimmt, kann übrigens auch etwas gewinnen, und zwar einen der Preise im Gesamtwert von 50.000 Euro. Zur Webseite mit weiteren Infos zu „Gründer des Jahres 2018“ und weiteren Kandidaten geht es hier.

Deposit Solutions bekommt 100 Millionen US-Dollar von Investoren

Deposit Solutions, die internationale Plattform für Spareinlagen, hat eine weitere Investitionsrunde abgeschlossen. Hauptinvestor ist das internationale Private-Equity-Unternehmen Vitruvian Partners. Zusätzlich beteiligen sich Kinnevik sowie bestehende Gesellschafter, darunter auch Deposit Solutions erster institutioneller Investor e.ventures. Insgesamt wurden in dieser Runde 100 Millionen US-Dollar investiert.

Mit der Finanzierungsrunde erreicht Deposit Solutions eine Bewertung von 500 Millionen US-Dollar. Dr. Tim Sievers, CEO und Gründer, sagt: „Wir freuen uns sehr, mit Vitruvian und Kinnevik zwei international renommierte Wachstumsinvestoren als neue Gesellschafter gewonnen zu haben. Unser langfristiges Ziel ist es, Open Banking als neuen Standard für den weltweit 50 Billionen US-Dollar großen Einlagenmarkt zu etablieren. Mit der Erfahrung, dem Netzwerk und der gewaltigen Finanzkraft unserer neuen Partner können wir dieses Ziel nun noch schlagkräftiger verfolgen.“

Dr. Tim Sievers, Gründer von Deposit Solutions (Foto: bopping light)

Mit seiner Open Banking-Plattform vereinfacht Deposit Solutions die Wertschöpfungskette für Sparprodukte. Banken, die für ihre Refinanzierung Spareinlagen aufnehmen möchten, können  ein Banking-as-a-Service-Modell nutzen. Sie verbinden sich einfach mit der Plattform und können darüber die Kunden anderer Banken und Finanzportale in unterschiedlichen Märkten erreichen. Damit erhalten Banken Zugang zu Spareinlagen, ohne für jeden Markt eine eigene Infrastruktur vorhalten zu müssen. Als Teil dieser Dienstleistung betreibt Deposit Solutions mit den Marken ZINSPILOT und SAVEDO zwei eigene Vertriebskanäle, die ausgewählte Einlagenprodukte von Partnerbanken direkt an Sparer vermarkten. Auf der anderen Seite können Banken und Finanzportale die Open Banking-Plattform in ihr eigenes Angebot integrieren, um ihren Kunden eine attraktive Auswahl an Sparprodukten Dritter unter der bestehenden Kundenbeziehung anzubieten.

Deposit Solutions wächst und wächst

Aktuell hat das Unternehmen mehr als 70 Banken aus 16 Ländern an seine Open Banking-Plattform angeschlossen, darunter bekannte Finanzinstitute wie die Deutsche Bank oder die Fidelity-Tochter FFB. Einlagensuchende Banken erreichen über die Plattform so bereits mehr als 30 Millionen Sparer, die direkt ohne erneute Kontoeröffnungen über eine bestehende Bankbeziehung Geld bei Drittbanken anlegen können. Deposit Solutions eigene Vertriebskanäle ZINSPILOT und SAVEDO wachsen ebenfalls kräftig. Allein das im Direktgeschäft vermittelte Einlagenvolumen hat sich in den vergangenen neun Monaten mehr als verdoppelt und liegt nun bei über neun Milliarden Euro. Die Anzahl der Kunden ist im selben Zeitraum auf über 155.000 angestiegen. 2011 von Dr. Tim Sievers gegründet, beschäftigt Deposit Solutions heute 250 Mitarbeiter und hat neben seinem Hauptsitz in Hamburg Büros in Berlin, London und Zürich.