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Etvas schließt Investment-Runde in siebenstelliger Höhe ab

Das Hamburger Fintech-Startup Etvas, das über seinen Marktplatz Kunden von Banken und Versicherungen personalisierte Services anbietet, sichert sich ein Investment in siebenstelliger Höhe. Die KI-basierte Technologieplattform für Mehrwertdienste wird bereits von der Sparkasse Bremen eingesetzt.

Etvas ist ein digitaler B2B2C-Marktplatz für Zusatzservices, mit denen Banken und Versicherungen ihre Dienstleistungen aufwerten und die Kundenloyalität erhöhen können.  Diese Zusatzservices stärken die Kundenbindung und so letztendlich auch den Umsatz der Etvas-Kunden. Sie können auf dieser Plattform Services verschiedener renommierter Anbieter auf dem Marktplatz auswählen, die die Bedürfnisse ihrer eigenen Kunden bestmöglich adressieren. Mithilfe von KI-Technologie werden der Lebenssituation des Endkunden entsprechend personalisierte und relevante Zusatzservices automatisiert präsentiert. Je nach Bedarf lassen sich diese zu festen monatlichen oder jährlichen Gebühren buchen. Die Plattform wird als Whitelabel-Lösung angeboten. Sie kann über eine einfache API-Schnittstelle innerhalb weniger Tage in Apps und Webseiten von Banken und Versicherungen integriert werden. Diese Lösung soll später auch für andere Branchen zur Verfügung stehen.

Die Gründer Sören Timm (CFO) und Ilie Ghiciuc (CEO) (Foto: Etvas)
Die Gründer Sören Timm (CFO) und Ilie Ghiciuc (CEO) (Foto: Etvas)

Konzept überzeugt Investoren

High-Tech Gründerfonds, main incubator, Sparkasse Bremen und Plug and Play gehören zu den Neuinvestoren, die gemeinsam mit der zukunftsweisenden Technologie von Etvas neue Märkte gewinnen wollen. Mit der Unterstützung seiner Investoren wird Etvas in den kommenden Jahren Unternehmen verschiedenster Branchen dabei helfen, den entscheidenden Wettbewerbsvorteil und eine bessere Kundenbindung mithilfe des Zusatz-Services-Marktplatzes zu erreichen. Bisheriger Investor ist der “Next Commerce Accelerator”, der von einer Reihe namhafter Investoren wie Haspa, Tchibo und Beiersdorf unterstützt wird. 

Mehr über Etvas könnt ihr in diesem Beitrag erfahren.

MEDIA LIFT geht in die dritte Runde – jetzt bewerben!

Ring frei für Runde drei! Jetzt können sich wieder Gründerinnen und Gründer und alle, die es werden wollen, für die neue Runde des Inkubators MEDIA LIFT bewerben. Mit dem Frühphasen-Förderprogramm unterstützt nextMedia.Hamburg einmal im Jahr Geschäftsideen an der Schnittstelle von Content (Journalismus, Marketing, Film, Gaming und mehr) und Technologie, um sie aufs nächste Level zu heben. Studierende, Gründungswillige oder Angestellte aus Medien- und Digitalunternehmen können ihre Bewerbung bis zum 7. März hier einreichen. Eine Jury entscheidet danach, welche Teams in den dritten Batch des fünfmonatigen Förderprogramms von April bis September aufgenommen werden.

Die Jury besteht in diesem Jahr aus Lennart Schneider (ZEIT Online), Sumi Chumpuree-Reyntjes (Twitch), Julia Mandil (nma), Michael Leitl (TOI), Nina Klaß (nextMedia.Hamburg) und Jens Unrau (Behörde für Kultur und Medien Hamburg). Das Inkubator-Programm wird individuell auf die teilnehmenden Teams ausgerichtet, und gliedert sich in drei Phasen: Entwicklung von Team und Idee, Erstellung von Prototypen und Vorantreiben des in den ersten zwei Phasen Erreichten. Die Teams ihr Projekt danach frei gründen oder zurück in ihr Unternehmen überführen, ohne Anteile abgeben zu müssen.

Alle Vorteile von MEDIA LIFT auf einen Blick

  • Finanzielle Förderung von bis zu 15.000 Euro pro Team.
  • Attraktive Arbeitsplätze und Kreativräume inklusive IT-Infrastruktur und Software.
  • Nähe zur Startup-Szene und Austausch mit anderen Gründerinnen und Gründern.
  • Persönliche Betreuung über Patenschaften für die Teams.
  • Professionelles Coaching und Workshops von Fachleuten.
  • Wertvolles Methoden- , Fach- und Marktwissen.
  • Kontakt zu einem breit aufgestellten Netzwerk.

Das sind wichtige Teilnahmevoraussetzungen

  • Idealerweise seid ihr noch in der Vorgründungsphase. Ihr habt bereits einen Lösungsansatz, vielleicht schon einen ersten Prototypen entwickelt, aber seid noch nicht marktreif – denn genau dahin will MEDIA LIFT euch bringen. Solltet ihr bereits ein Accelerator-Programm absolviert haben, ist der Inkubator vermutlich nicht mehr das Richtige für euch. 
  • Euer Kernteam sollte aus mindestens zwei und maximal fünf Personen bestehen.
  • Anwesenheit in Hamburg ist nur bedingt erforderlich. Der Inkubator wird in Teilen jeweils remote und physisch ablaufen. Derzeit plant MEDIA LIFT das Kickoff zum Programmstart Mitte April vor Ort in Hamburg. Zu jeder Programmphase soll es mindestens ein Treffen in Hamburg geben.

Welche Teams beim zweiten Batch am Start waren, könnt ihr hier nachlesen.

Beitragsbild: MEDIA LIFT

NautilusLog schließt Finanzierungsrunde über 1 Million Euro ab

Das Hamburger Startup NautilusLog hat eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von einer Million Euro abgeschlossen. Neben dem Lead-Investor NBank Capital haben diverse Business Angels in das digitale Logbuch investiert. Da auch Niedersachsens Hafenstädte hiervon profitieren sollen, ist eine zusätzliche Niederlassung in Niedersachsen bereits in Planung.

NautilusLog ist ein ShipTech-Startup, dass sich als digitaler Datenmotor in der Schifffahrt versteht. Als Vorreiter setzt das Startup neue Standards nicht nur in der Digitalisierung in der Schifffahrt, sondern definiert über die Plattform auch neue Geschäftsmodelle. Die Mittel aus der Seed-Finanzierungsrunde dienen zur Verstärkung des Teams und dem Ausbau der Plattform für weitere Services. Sie ermöglichen es NautilusLog zudem, die stark wachsende weltweite Kundennachfrage zu bedienen.

Das Vertrauen der Investoren baut auf der Pre-Seed-Finanzierungsrunde durch TecPier aus dem Jahr 2019 auf sowie dem schnellen Wachstum von NautilusLog. „Wir haben das Potenzial von NautilusLog früh erkannt und sehen dieses durch unser Investment bestätigt. Innerhalb nur eines Jahres hat das Team zusätzlich mehr als 2.000 Schiffe unter Vertrag genommen. Allein im Dezember 2020 wurden beim Launch eines neuen Services 700 Schiffe auf die Plattform geholt. Dies ist erst der Anfang. NautilusLog hat eine ambitionierte Roadmap und plant weitere Services auf den Markt zu bringen.“, erklärt Tim Reinsch, Managing Partner bei TecPier.

Über NautilusLog

Die Gründer Sven Hamer, Moritz Klemke und Otto Klemke (Foto: NautilusLog)
Die Gründer Sven Hamer, Moritz Klemke und Otto Klemke (Foto: NautilusLog)

Die von NautilusLog entwickelte App ist ein digitales Logbuch für Smartphones, das sich an den Bedürfnissen der Schifffahrtsbranche orientiert. Die App unterstützt sowohl die Crew an Bord als auch das Onshore-Management durch das Tracking von Schiffen und die Erstellung von Aufgaben. Ein typisches Beispiel ist die Erinnerungsfunktion, die die Besatzungsmitglieder beim Kraftstoffwechsel benachrichtigt, bevor sie einen Emissionsschutzbereich erreichen, und gleichzeitig alle relevanten Daten und Aktionen im digitalen Logbuch aufzeichnet. Darüber hinaus unterstützt die App  Dienstleister zum Beispiel bei der Durchführung von Inventuren, der Inspektion von Maschinen oder Sicherheitseinrichtungen. Darüber hinaus können Nutzer erforderliche Dokumentationen wie Gefahrstoffverzeichnisse, Emissions- und Statusberichte problemlos über die App erstellen.

Sustainable Aero Lab soll Zukunft der Luftfahrt in Hamburg gestalten

In Hamburg führt eine neue Initiative internationale Gründer, Forscher, Industrievertreter und Investoren zusammen, um nachhaltige Zukunftsthemen der Luftfahrt zu beschleunigen. Das Sustainable Aero Lab ist ein vom Hamburger Unternehmen Density Ventures initiiertes Projekt. Hinter Density Ventures steckt der Seriengründer und Investor Stephan Uhrenbacher (unter anderem Qype, Avocadostore und 9flats). Das Luftfahrtcluster Hamburg Aviation und das Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) beteiligen sich als assoziierte Partner. Das Lab wird durch die Behörde für Wirtschaft und Innovation unterstützt und die Innovations- und Förderbank Hamburg (IFB) gefördert.

Wirtschaftsenator Michael Westhagemann erklärt dazu: „Die Luftfahrt war in ihrer Geschichte stets dann am innovativsten, wenn globale Krisen herrschten. Während die Branche noch mit den schwerwiegenden Auswirkungen der Corona-Pandemie kämpft, zeichnet sich am Horizont bereits eine weitere, weitgehende Herausforderung ab: In den nächsten Jahrzehnten werden die Auswirkungen des Klimawandels die Luftfahrtindustrie und ihre Geschäftsmodelle maßgeblich beeinflussen. Gleichzeitig bieten die Herausforderungen der Luftfahrt auch Chancen, Bestehendes zu überdenken und neue Technologien sowie Geschäftsfelder zu erschließen. Mit der Gründung des Sustainable Aero Labs in Hamburg sollen solche nachhaltigen Entwicklungsmöglichkeiten für die Branche gestärkt und beschleunigt werden. Das Lab richtet sich weltweit an Startups und Innovationsprojekte, die einen sichtbaren Beitrag zur Reduzierung des „Fußabdrucks“ der Luftfahrt in der Umwelt leisten können.“

Startups sind aufgerufen, sich für das Sustainable Aero Lab zu bewerben

Die Mentorinnen und Mentoren im Sustainable Aero Lab setzen sich aus ausgewählten Persönlichkeiten aus der internationalen Luftfahrt, Greentech und Venture-Capital-Szene zusammen, die umfangreichen Hintergrund und Expertise in ihrem Fachgebiet vorweisen. Der Auswahlprozess für die Personen ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Unter den bereits jetzt ausgewählten Köpfen der ersten Staffel finden sich jedoch Namen wie Nico Buchholz (ehemaliger Flottenchef des Lufthansa-Konzerns und im Management von Bombardier), der renommierte Luftfahrtanalyst für Leeham Company Bjorn Fehrm, die ehemalige Boeing- und COMAC-Managerin sowie heutige Ampaire-Technologiechefin Susan Ying, Universal Hydrogen-Gründer und ex-CTO von Airbus sowie United Technologies, Paul Eremenko, sowie der Londoner Venture-Capital-Manager Christian Hernandez Gallardo, ex-Facebook.

Die Initiatoren des Sustainable Aero Lab ermutigen Gründer und Innovatoren ausdrücklich, sich für die erste Staffel des Programms zu bewerben. Alle ausgewählten Teilnehmer erhalten gezieltes Coaching durch international führende Experten. Eine Abtretung von Firmenanteilen, räumliche Unternehmensvertretung am Standort Hamburg und generische Firmenpräsentationen sind im Sustainable Aero Lab ausdrücklich nicht vorgesehen.

Beitragsbild: ZAL

Cofenster schließt Finanzierungsrunde über 1,5 Millionen Euro ab

Cofenster, ein Hamburger Software-as-a-Service-Startup, hat eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 1,5 Millionen Euro mit dem Early-Stage-VC Capnamic Ventures abgeschlossen. Das Geld bekam es für ein Tool zur automatisierten Videoproduktion mit dem Smartphone.

Cofenster wird vor allem intern in Unternehmen eingesetzt. Die App ermöglicht es Mitarbeitern, über das eigene Smartphone automatisch und im Stil des Unternehmens hochwertige Videos zu produzieren. Die Anwendung umfasst aber noch mehr als nur die Videoproduktion. To-do-Listen und Storyboards können an Teammitglieder oder externe Partner verschickt und der Projektfortschritt im Dashboard überprüft werden. Nachdem alle Mitarbeiter die für das Projekt benötigten Videos aufgenommen haben, rendert und bearbeitet Cofenster das Video automatisch, fügt bei Bedarf Untertitel und Musik ein und fügt Elemente der Corporate Identity hinzu. Teams bei Beiersdorf, Microsoft, Stada und Carlsberg nutzen sie für die interne Kommunikation, das Personalwesen und die Produktkommunikation.

Die Cofenster-Gründer Oliver Wegner (CPO), Tom Vollmer (CEO) und Finn Frotscher (CTO)
Die Cofenster-Gründer Oliver Wegner (CPO), Tom Vollmer (CEO) und Finn Frotscher (CTO)

“Jeder Mitarbeiter trägt mittlerweile eine 4K-Kamera in der Tasche. Trotzdem zahlen große Unternehmen Agenturen und Dienstleistern mehrere tausend Euro für die Produktion eines einzigen internen Videos. Das wollen wir ändern”, sagt Tom Vollmer, CEO und einer der Gründer des Startups.

Mit der frischen Finanzierung will Cofenster seine Vertriebs- und Produktteams ausbauen und von derzeit acht Mitarbeitern auf etwa 25 bis 30 bis Ende dieses Jahres wachsen.

Foto: Cofenster

GeneQuine Biotherapeutics sichert sich mehr als 9 Millionen Euro

GeneQuine Biotherapeutics GmbH, ein Hamburger Biotech-Unternehmen, das gentherapeutische Arzneimittel zur Behandlung von muskuloskelettalen Krankheiten entwickelt, hat Ende Januar den Abschluss einer Serie A-Finanzierungsrunde in Höhe von 5,4 Millionen Euro und das Einwerben von Wandeldarlehen sowie von Fördermitteln in Höhe von 3,65 Millionen Euro bekanntgegeben. Die Serie A-Finanzierungsrunde wird angeführt von Pacira BioSciences, Inc (Parsippany, USA), einem US-amerikanischen Pharmaunternehmen, das auf den Bereich Schmerzmanagement und regenerative Medizin fokussiert ist.

Weitere Investoren sind der High-Tech Gründerfonds, der bereits in GeneQuine investiert hat, sowie Noshaq SA (Lüttich, Belgien) und die Samum Vermögensverwaltungs GmbH (Hamburg). Pacira Biosciences, Inc. und Samum Vermögensverwaltungs GmbH stellen zudem Wandeldarlehen in Höhe von 2,75 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 0,9 Millionen Euro kommen als Fördermittel von der Investitionsbank des Landes Brandenburg.

GeneQuine entwickelt Mittel gegen Arthrose und Bandscheibendegeneration

Die eingeworbenen Mittel wird GeneQuine nutzen um einen Kandidaten zur Behandlung von Arthrose namens GQ-303 bis hin zu einer klinischen Phase 1-Studie zu entwickeln. Des Weiteren wird die Entwicklung von neuen gentherapeutischen Arzneimitteln zur Behandlung von Bandscheibendegeneration vorangetrieben, sowie GeneQuines Gentherapievektor-Plattform weiter ausgebaut. GeneQuine hat bereits im vergangenen Jahr seine Belegschaft erweitert und eine Tochterfirma in Lüttich (Belgien) aufgebaut. Das Unternehmen hat seine Hauptniederlassung in Hamburg und ein Forschungs- und Entwicklungslabor in Luckenwalde (Großraum Berlin).

„Wir freuen uns sehr über den Abschluss dieser Finanzierungsrunde und werden das Kapital nun effizient dafür einsetzen, um GQ-303 in die Klinik zu bringen, unser Gentherapieprogramm für die Behandlung von Bandscheibendegeneration zu expandieren und unsere HDAd-Vektorplattform auszubauen. Wir bedanken uns bei allen Investoren dieser Finanzierungsrunde für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung. Insbesondere freuen wir uns Pacira mit ihrer großen Expertise in der klinischen Arzneimittelentwicklung im muskuloskelettalen Bereich als Investor gewonnen zu haben“ sagt Kilian Guse, CEO von GeneQuine.

Beitragsbild: GeneQuine

IDEE-Förderpreis sucht die besten Gründerinnen Deutschlands

Eine gute Idee und ganz viel Mut – damit starten die meisten Unternehmensgründungen. Die aktuelle wirtschaftliche Situation zeigt, dass innovative Gründungsideen aus den Bereichen Naturwissenschaften, Digitalisierung und Nachhaltigkeit immer notwendiger werden. Daher freut sich das Unternehmen J.J. Darboven auch 2021 wieder, den Darboven IDEE-Förderpreis an drei Unternehmerinnen vergeben zu können. Für die erneute Preisvergabe wird als neues Kriterium der Nachhaltigkeitsaspekt in den Konzepten der Gründerinnen mitberücksichtigt. Innovative, nachhaltige Businesskonzepte werden so mit bis zu 50.000 Euro unterstützt. Bis zum 31. Juli 2021 besteht die Möglichkeit, sich für den diesjährigen Darboven IDEE-Förderpreis zu bewerben.

Gesucht wird die innovativste Gründungsidee

Der Stifter Albert Darboven rief bereits 1997 den Darboven IDEE-Förderpreis ausschließlich für Frauen ins Leben. Der Preis richtet sich an Existenzgründerinnen mit zukunftsweisenden sowie erfolgversprechenden Businesskonzepten aus allen Wirtschaftsbereichen, die nicht länger als drei Jahre selbstständig sind. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, benötigen wir innovative Unternehmenskonzepte, die die gesellschaftlichen Herausforderungen lösen und wirtschaftliches Wachstum generieren,“ so Albert Darboven. „Das Potenzial der mutigen Frauen wird durch den Förderpreis unterstützt und die weiblichen Unternehmerinnen sollen mehr Öffentlichkeit erhalten. Das ist nach wie vor notwendig, da Frauen in Bereich der Unternehmensgründungen immer noch unterrepräsentiert sind.“

Der Stifter des IDEE-Förderpreis, Albert Darboven (Foto: Kay Bohlmann)
Albert Darboven (Foto: Kay Bohlmann)

Interessierte Unternehmerinnen haben die Möglichkeit, sich und ihre Unternehmensidee auf der J.J. Darboven Webseite mittels des offiziellen Bewerbungsbogens kurz und prägnant vorstellen. Anhand der Bewerbungen entscheidet die Expertenjury anschließend, welche Unternehmerinnen und Konzepte sie genauer kennenlernen wollen. Teilnahmeberechtigt sind Existenzgründerinnen und Jungunternehmerinnen, die nicht länger als drei Jahre selbstständig sind. Ausschlaggebend ist hierfür der Eintrag im Handelsregister. Zusätzlich wird geprüft, ob die Gründungsidee rein auf die Bewerberin (ohne männliche Unterstützung) zurückzuführen ist. Der Jury sind zusätzlich die Neuartigkeit der Geschäftsidee, die bisher erzielten und zu erwartenden Erfolge des Unternehmens und das persönliche Engagement der Gründerin wichtig. Die Nachhaltigkeit der Geschäftsidee in Bezug auf soziale, ökologische und ökonomische Fragestellungen wird dieses Jahr zum ersten Mal in die Entscheidung einbezogen.

Über den Darboven IDEE-Förderpreis

Seit 24 Jahren ist der Darboven IDEE-Förderpreis die nationale Auszeichnung für innovative Ideen für Unternehmensgründungen von Frauen. 1997 hat Albert Darboven den Darboven IDEE-Förderpreis ins Leben gerufen und überreicht ihn persönlich an die Gewinnerinnen. Seit 2001 wird der Preis alle zwei Jahre vergeben und kürt dieses Jahr zum 15. Mal die innovativste Gründerinnenidee in Deutschland. Es können sich Existenzgründerinnen und Unternehmerinnen, die nicht länger als drei Jahre selbstständig sind, bewerben. Die Neuartigkeit ihres Konzepts, der bereits erzielte beziehungsweise zu erwartende Erfolg, die Nachhaltigkeit der Gründungsidee und das persönliche Engagement sind die entscheidenden Kriterien der Jury.

BIO-LUTIONS schließt Pre-Series B mit 2,7 Millionen Euro ab

Das CleanTech-Startup BIO-LUTIONS mit Sitz in Hamburg sicherte sich erneut die Finanzierung durch seine Aktionäre. Delivery Hero SE und weitere Bestandsinvestoren haben in einer Vorrunde zur Series B 2,7 Millionen Euro investiert. Die umfangreichere Series B Finanzierungsrunde ist noch für dieses Jahr angesetzt.

Die Vorrunde dient der Beschleunigung des Produktionsausbaus am Standort Schwedt, um zukünftig größere Produktionskapazitäten zu schaffen. Die Entscheidung des Bundestages, das EU-Verbot von Einweg-Plastik in deutsches Recht zu übernehmen, erhöht den Druck auf die deutsche Wirtschaft enorm. Ab Mitte 2021 sollen in der EU Plastik-Strohhalme, -Besteck und andere Wegwerfartikel aus Kunststoff aus den Geschäften verschwinden.

BIO-LUTIONS nutzt Agrarreste als Plastikersatz

BIO-LUTIONS wurde 2017 von Eduardo Gordillo und Stefan W. Dircks gegründet. Das Unternehmen hat eine patentierte Technologie mitentwickelt, die es ermöglicht, Verpackungen und Einweggeschirr aus einer Vielzahl von landwirtschaftlichen Reststoffen ohne zusätzliche Bindemittel oder Chemikalien herzustellen. Die Nutzung von landwirtschaftlichen Agrarresten, die weltweit verfügbar sind und bisher meist als Abfallprodukt kostenpflichtig entsorgt werden, senkt die Rohstoffkosten signifikant. Dies ermöglicht es dem Startup, preislich mit Einweg-Plastikprodukten, etwa bei Verpackungen, zu konkurrieren.

So soll die neue Produktionsstätte in Schwedt/Oder aussehen (Foto: BIO-LUTIONS)

Im Gewerbegebiet am Hafen in Schwedt/Oder entsteht gerade eine neue Produktionsstätte, in der künftig für den europäischen Markt produziert wird. Im September 2020 erfolgte der erste Spatenstich. Am 22. Oktober war die offizielle Grundsteinlegung. Die Fertigstellung der ersten etwa 1.830 m² großen Produktionshalle ist für Frühjahr 2021 geplant. Weitere Bauabschnitte werden folgen, unter anderem mit einer ca. 15.000 m² großen Halle sowie 700 m² Bürofläche. 

Sponsoo stockt Series A Finanzierungsrunde auf

Erfolgreicher Start ins Jahr für Sponsoo: Der European Super Angels Club (ESAC) hat seine Investition in den digitalen Marktplatz für Sport-Sponsoring erhöht. Die Investition ist ein starkes Bekenntnis zum Wachstumskurs des Unternehmens.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Series A Finanzierungsrunde in 2020 hat das Hamburger Sport-Startup Sponsoo nun einen Aufschlag erhalten. Der European Super Angels Club rund um Präsident Berthold Baurek-Karlic, der bereits investiert hatte, erhöht seine Beteiligung und investiert nochmals einen sechsstelligen Betrag in das Startup. Mit dem Second Closing kann Sponsoo noch schneller neue Märkte erschließen und wird etwa sein Engagement in Spanien ausbauen.

CEO Andreas Kitzing und CTO Christian Kaspar (Foto: Sponsoo)

Um in Corona-Zeiten handlungsfähig zu bleiben, hat Sponsoo Anfang 2020 innerhalb von zwei Wochen fast alle Unternehmensbereiche angepasst. So hat es das Startup den Vertriebsfokus auf die Bereiche des Sportsponsorings gelegt, die auch aus dem Covid-19 bedingten Lockdown gut funktionieren, wie zum Beispiel Sport Influencer-Marketing. Die Maßnahmen haben dazu beigetragen, dass das Hamburger Startup trotz der angespannten Lage in der Sport-Branche seinen Umsatz in 2020 weiter steigern und ein besonders starkes viertes Quartal verzeichnen konnte.

„Sponsoo war Finalist bei den Sportstech Awards des ESAC 2019. Das Startup aus Hamburg hat unserem Team von Anfang an sehr gut gefallen. Sponsoo löst ein wichtiges Problem für große und kleine Vereine, wie auch einzelne Sportler in ganz Europa. Durch Corona ist der Sport zusätzlich unter Druck geraten. Sponsoren hatten bislang keine Online-Plattform für den Abschluss von Verträgen. Die Pandemie hat allerdings die Digitalisierung auch in diesem Markt begünstigt. Sponsoo hat diese Chance perfekt genutzt und wichtige Marktanteile gewonnen. Unser Investment zu erhöhen und den Gründern für ihre Pläne mehr finanziellen Spielraum für einen Ausbau ihres Marktplatzes zu ermöglichen, war eine logische Folge“, erläutert Berthold Baurek-Karlic, Präsident des ESACs und Managing Partner von Venionaire Capital.

Sponsoo will Internationalisierung verstärken

Den Großteil der Erlöse aus der Kapitalerhöhung will Sponsoo in die Weiterentwicklung und Wachstum investieren. In diesem Jahr wird Sponsoo deutlich stärker auf Internationalisierung setzen. „Den Einfluss der Corona-Pandemie spürt momentan jeder auf verschiedene Art und Weise. Wir haben alle mit Einschränkung zu kämpfen. Sport fungiert in der Corona-Krise als Hoffnungsträger und „Mood Booster“. Er steht für einen gesunden Lebensstil und gibt Menschen Mut in dieser schwierigen Zeit. Sponsoring im Sport ist somit auf einzigartige Weise mit Emotion verbunden. Wir freuen uns die Internationalisierung und den Ausbau unserer Plattform nun mit noch mehr Power international voranzutreiben.“, erklärt Sponsoo-CEO Andreas Kitzing.

EU-Programm Horizont Europa fördert mit dem EIC Accelerator innovative Startups

Horizont Europa nennt sich ein Rahmenprogramm der EU und wird eines der größten Förderprogramme für Forschung und Innovation weltweit sein. Die Inhalte orientieren sich an wichtigen gesellschaftlichen Fragestellungen wie zum Beispiel Gesundheit, nachhaltige Entwicklung und Digitalisierung. Ein zentrales Ziel ist es, Exzellenz in der europäischen Wissenschaft zu fördern. Eine große Chance auch für Hamburger Startups.

Eine Säule von Horizont Europa ist der European Innovation Council (EIC = Europäischer Innovationsrat) mit drei Instrumenten “Pathfinder”, “Transition” und “Accelerator”. Besonders interessant ist der EIC Accelerator, der hoch innovative Startups beim Wachstum und der internationalen Markteinführung ihrer Produkte unterstützen wird. Die Förderung startet mit einem hohen Zuschuss (maximal 2,5 Millionen Euro), Bürgschaften und Venture Capital in Höhe von bis zu 15 Millionen Euro können folgen.

Mehr Hamburger in den EIC Accelerator!

Entsprechend begehrt werden die Plätze in dem Programm sein. Bei dem Vorgänger Horizont 2020 hat aus Hamburg nur das Medtech-Startup MindPeak sowohl den Zuschuss als auch das Venture Capital bekommen. Nüwiel hatte lediglich den Zuschuss beantragt und auch erhalten. Bei der neuen Auflage des EIC Accelerators dürfen das gern an paar mehr sein. Für die optimale Vorbereitung auf eine Bewerbung sorgen diese Online-Veranstaltungen:

  • Am 10. Februar gibt die Nationale Kontaktstelle KMU (NKS KMU), die im Auftrag des Bundewirtschaftsministeriums tätig ist, eine Einführung in die Programme des EIC. Dabei geht es auch um den Accelerator. Mehr Infos und den Link zur Anmeldung findet ihr hier.
  • Am 18. Februar führt die IFB Hamburg dazu für Hamburger und norddeutsche Unternehmen eine Veranstaltung gemeinsam mit Felix Faber, dem Gründer von MindPeak durch. Dabei geht es hauptsächlich um die Unternehmenssicht  auf die Förderung. Dort bekommt ihr auch eine kurze Einführung in den EIC Accelerator , daher könnt ihr auch teilnehmen, ohne zuvor das Seminar der NKS gehört zu haben.  Hier geht es zur Anmeldung.
  • Später gibt es von der IFB Hamburg und der NKS KMU auch eine Antragstellerwerkstatt. Dafür steht der Termin noch nicht fest.

Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenlos. Eure Ansprechpartnerin für weitere Fragen bei der IFB Hamburg ist Sybil Scharrer (s.scharrer@ifbhh.de).

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