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Zu Besuch auf der Baustelle von finhaven

Beim Ausbau der HafenCity verläuft die Frontlinie zurzeit in der Versmannstraße. Dort wird überall noch gebaut, auch an der zukünftigen Heimat des Coworking Spaces finhaven. Eine Hausnummer gibt es erst seit letzter Woche; es ist die 4. Die Entwicklung schreitet aber schnell voran, auch bei finhaven läuft alles nach Plan, wie Robert Beddies vom betahaus Hamburg, bei einer Baustellenbesichtigung im Rahmen der Fintech Week letzte Woche erklärte.

Geschäftsführer Robert Beddies (mitte) führt die Besucher durch die Baustelle.

Der neue Coworking Space lässt sich als eine Erweiterung des betahauses in die HafenCity beschreiben. Eine Besonderheit ist die Konzentration der Einrichtung auf eine Branche, nämlich die Finanztechnologie. Das gibt es von einem konzernunabhängigen Anbieter in Hamburg so bisher nicht. finhaven offeriert auf rund 1.000 Quadtratmetern und zweieinhalb Etagen voraussichtlich Platz für 100 Arbeitsplätze. Die Mehrheit davon wird in abgeschlossenen Büros zur Verfügung stehen. Der Preis für feste Arbeitsplätze liegt bei 300 Euro im Monat, wer flexibler ist und mit wenig Komfort auskommt, ist schon ab 99 Euro dabei. Zugang zum betahaus und 150 weiteren Coworking Spaces weltweit bekommen alle.

finhaven als Musterbeispiel für Coworking as a Service

Das finhaven soll zudem Schauplatz für zahlreiche Fintech-Events werden, so auch für die Fintech Week 2019. Dafür steht ein großer Veranstaltungsraum zur Verfügung, der wie die Räumlichkeiten insgesamt eher zweckmäßig-schlicht gehalten sein wird; die Idee einer spielerischen Gestaltung in maritimer Optik wurde wieder verworfen. Den Innenausbau organisiert weitgehend das betahaus-Team, das sein Konzept bei Bedarf auch auf andere Branchen ausweiten könnte. Coworking as a Service nennt sich das Geschäftsmodell.

In diesem Gebäude entsteht gerade finhaven.

Der Schritt vom Schanzenviertel ist zurzeit noch kein Schritt in eine höhere Preisklasse, weil der Bauträger mit ermäßigten Mietpreisen lockt, um das aufstrebende Viertel mit Leben zu füllen. Die ersten Mieter haben sich schon für finhaven entschieden und können im Idealfall schon im Dezember einziehen. Die offizielle Eröffnung ist für Januar 2019 geplant.

Unser Reise-Tipp: zum sTARTUp Day nach Estland

Wenn es um die Digitalisierung in Europa geht, dann gilt Estland allgemein als Vorbild. Das kleine Land im Nordosten des Kontinents hat mit etwas 1,3 Millionen weniger Einwohner als Hamburg, doch die Startup-Szene vor allem in der Hauptstadt Tallinn hat einen hervorragenden Ruf. Prominentestes Digitalunternehmen Estlands ist Skype. Zahlreiche Events festigen den Vorreiterstatus des baltischen Staates, so auch der sTARTUp Day, der vom 23. bis 25. Januar 2019 in der Universitätsstadt Tartu stattfindet.

Wer dort dabei sein möchte, kann die Reise zusammen mit dem Enterprise Europe Network Hamburg/Schleswig-Holstein und den Startup Units von Hamburg Invest und der WTSH GmbH antreten. Beim sTARTUp Day stehen unter anderen Themen wie E-Health, Logistik, Blockchain, Cybersecurity und künstliche Intelligenz auf der Tagesordnung.

Estlands Hauptstadt Tallinn

Das vorläufige Programm der Estland-Reise

22.01.2019:

23.01.2019:

  • Besuch eines erfolgreichen estnischen Startups
  • Weiterreise per Bahn nach Tartu

23.-25.01.2019:

  • Teilnahme am sTARTUp Day sowie individuell vorab vereinbarte Gespräche mit potentiellen Geschäfts- und Forschungspartnern  in Tartu

25.01.2019:

  • Rückfahrt nach Tallinn per Bahn und Rückflug nach Hamburg

Die Flüge und Hotelübernachtungen sowie das Ticket für sTARTUp Day bezahlet jeder Teilnehmer selbst. Die Kosten für die Bahnfahrt von Tallinn nach Tartu und zurück tragen die Veranstalter, die auch bei der Organisation der Reise behilflich sind. So besteht die Möglichkeit, Redezeit und einen Pitch beim sTARTUp Day zu bekommen und interessante Geschäfts- und Kooperationspartner kennenzulernen. Alle weiteren Infos bekommt ihr über diesen Kontakt:

Tutech Innovation
Enterprise Europe Network HHSH
Silke Schleiff
Tel: 040-76629 6355
Mail: schleiff@tutech.de

Health Innovation Port feiert 1. Geburtstag

Am 17. Oktober 2018 hat der Health Innovation Port (HIP) seinen ersten Geburtstag gefeiert. Auf seiner Webseite bezeichnet sich das HIP als Collaboration Space, Inkubator, Accelerator, Community und Knowledge-Plattform. Tatsächlich ist es eher ein Coworking Space für Health-Startups mit besonderen Vorteilen. Die ergeben sich vor allem durch die Partner des Health Innovation Port und deren Netzwerk.

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, Peter Vullinghs, CEO Philips Market DACH, und Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse, mit der Geburtstagstorte.

Angesiedelt ist der HIP in der Röntgenstraße bei Philips, einem Weltmarktführer im Bereich der Gesundheitstechnologie. Der zweite Partner ist die mitgliederstärkste Krankenkasse Deutschlands, die Techniker Krankenkasse (TK). Auch die Stadt Hamburg mit ihren Clustern Life Science Nord und Gesundheitswirtschaft ist involviert. Dementsprechend betonten die Redner, Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, Peter Vullinghs, CEO Philips Market DACH, und Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse, die Bedeutung der Gesundheitsbranche für den Wirtschaftsstandort Hamburg und lobten den HIP als wichtigen Faktor.

Drei Startups im Gespräch: Henrik Moessinger vom HIP mit Nadja Parfenov (apoQlar), Dr. Fabian Kording (northh medical GmbH) und Philip Brohlburg (ahead).

14 Health-Starups stellten sich vor

Tatsächlich wird der Health Innovation Port von den Startups gut angenommen. Gerade wurden die Räumlichkeiten deutlich erweitert, was ein weiterer Anlass für die Feier am Mittwoch war. Auf der neuen Fläche präsentierten sich insgesamt 14 Startups aus dem HIP, drei davon kamen vor den Gästen auch ausführlicher zu Wort:

  • ahead nutzt neue Erkenntnisse aus Humanbiologie, Neuro- und Ernährungswissenschaften, um funktionelle Nahrungsergänzungsmittel zu entwickeln. Mehr über dieses Startup erfahrt ihr hier. Inzwischen besteht das ursprünglich zweiköpfige Team übrigens aus acht Personen.
  • apoQlar hilft Chirurgen, sich während der Operation besser zu orientieren, indem es CT-/MRT-Aufnahmen des Patienten über eine Mixed Reality-Brille virtuell und dreidimensional darstellt. Die Technologie wird bereits in vier Krankenhäusern in Deutschland, Spanien und Kanada getestet.
  • northh medical hat sMaRT-Sync entwickelt, das weltweit erste MR-kompatible Doppler-Ultraschallgerät, das die kardiovaskuläre Magnetresonanztomografie des Fötus ermöglicht. Das klingt kompliziert, ermöglicht aber, Herzerkrankungen schon bei ungeborenen Kindern zu erkennen, was bisher nicht zuverlässig möglich ist.

Fintech Agency Hamburg auf der Fintech Week vorgestellt

Im Rahmen der Fintech Week wurde am 16. Oktober 2018 erstmals die neue Fintech Agency Hamburg der Öffentlichkeit vorgestellt. Diese Einrichtung soll Fintech-Startups vor allem aus dem Ausland davon überzeugen, sich mit ihrem Unternehmen in der Hansestadt anzusiedeln. Die Agentur ist ein Zusammenschluss von Finanzplatz Hamburg e.V. und Hamburg Invest.

Vorbild ist die erste Deutschlandniederlassung von Google in Hamburg im Jahr 2001, der zahlreiche andere US-Digitalgrößen folgten. Holger Meyer, inzwischen Chief Digital Officer bei der Volksbank Raiffeisenbank und einige Jahre Country Director Sales bei Google, erzählte, wie eigentlich München favorisiert gewesen sei und er sich einfach Hamburg als Standort in seinen Arbeitsvertrag habe reinschreiben lassen. Das war damals nicht zuletzt eine persönliche Entscheidung und Einzelleistung, während die Fintech Agency mit einer Reihe von objektiven Argumenten werben kann.

Die Fintech Agency hilft in vier entscheidenden Phasen

Hamburg ist schon jetzt ein wichtiger Standort für Fintechs. Der Fintech Monitor zählt 41 solcher Startups, während eine Auswertung der Comdirect sogar auf 67 Jungunternehmen kommt, die sich im weiteren Sinn dieser Branche zuordnen lassen. Damit es noch mehr werden, bietet die Fintech Agency Unterstützung in vier verschiedenen Unternehmensphasen an. Bei „Research“ geht es zunächst darum, Werbung für den Standort Hamburg zu machen. In der Phase „Market Exploration“ gibt es Tipps beispielsweise zur Immobilien- und Fachkräftesuche.

Karolin Köcher von Hamburg News interviewte Dr. Reiner Brüggestrat (links) und Dr. Rolf Strittmatter zur Fintech Agency Hamburg.

Unter der Überschrift „Decision & Setup“ leistet die Agentur dann konkrete Hilfe beim Ansiedlungsprozess und damit verbundenen Rechtsfragen. Auch wenn das Startup schließlich in Hamburg angekommen ist, erhält es in der „Groth“-Phase weiterhin Hilfestellung, um sich im deutschen Markt zu etablieren. Ansprechpartner sind Stefan Klein von Hamburg Invest und Clas Beese von Fintech Hamburg, der Initiative von Finanzplatz Hamburg.

Clas war es auch, der am 22. Mai 2017 mit einem Papier mit dem Arbeitstitel „Ansiedelungsagentur“ den Stein ins Rollen gebracht habe, berichtete Dr. Reiner Brüggestrat, Vorstandsprecher der Hamburger Volksbank und stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Finanzplatz Hamburg. Dr. Rolf Strittmatter, Geschäftsführer von Hamburg Invest, erläuterte, wie die Fintech Agency das Angebot der eigenen Startup-Unit ergänzt. Falls das neue Konzept greift, könne er sich auch vorstellen, es auf andere Branchen zu übertragen. Eine erste Bilanz soll in einem halben Jahr gezogen werden.

FASHION CLOUD fusioniert mit niederländischem Unternehmen Nyon

Das neue Unternehmen, das unter dem Namen FASHION CLOUD weiterläuft, wird über ein größeres Produktangebot und eine stärkere internationale Präsenz verfügen. Durch die Fusion vereinen sich Nyons Expertise und Produkte im Bereich Fashion Buying mit der Plattform von FASHION CLOUD für Content und Order. Das versetzt das Hamburger Startup in die Lage, die Zusammenarbeit zwischen Lieferanten und Einzelhändlern noch effizienter gestalten zu können. Folgende Punkte spielen dabei eine wesentliche Rolle:

  • Die Content-Plattform ermöglicht Händlern den zentralen Zugriff auf Marketingmaterialien und Produktinformationen ihrer Lieferanten.
  • Über das Endlosregal teilen Brands ihre aktuellen Lieferverfügbarkeiten mit dem Handel. Händler profitieren dabei von der kostenlosen und einfach zu bedienenden Clara App. Mit ihr lassen sich fehlende Artikel schnell und bequem nachbestellen.
  • Anfang 2019 startet ein lieferantenübergreifendes B2B-Portal (“Digitaler Showroom”) für den Einkauf.
  • Mithilfe der OrderWriter-App von Nyon behält der Handel während der Vororder den Überblick über Bestellungen, Budgets und Produkte. Alle Auftragsdaten synchronisieren sich unkompliziert per Knopfdruck mit dem eigenen Warenwirtschaftssystem.
  • Die Produktdaten der Brands werden vorab über FashionExchange in die OrderWriter App integriert.

Das neue Führungsteam von FASHION CLOUD. David Schaap kommt von Nyon, Martin Brücher, René Schnellen und Florian Klemt sind die drei ursprünglichen Gründer. (Foto: FASHION CLOUD)

Ein internationales Team mit internationalen Kunden

Mit FASHION CLOUD und Nyon bündeln zwei der am schnellsten wachsenden und erfolgreichsten europäischen B2B Retail-Startups ihre Kräfte. Fünfzig Prozent der relevanten niederländischen Händler arbeiten bereits mit der OrderWriter App von Nyon. Die FASHION CLOUD Plattform verbindet mehr als 350 Mode- und Schuhmarken mit 4.500 Einzelhändlern und über 18.000 Points of Sale in 60 Ländern.

René Schnellen, einer der drei Gründer von FASHION CLOUD, fasst zusammen: „Durch den Merger werden wir zu einer All-in-One-Plattform für den Wholesale. Ein Ort, an dem Lieferanten und Händler die richtigen Daten, Inhalte und Tools für eine effizientere Zusammenarbeit finden.“

Einen der wichtigsten Gründe für die Fusion formuliert David Schaap, Gründer von Nyon und inzwischen einer der vier Geschäftsführer von FASHION CLOUD: „Nach der Begegnung mit den Gründern von FASHION CLOUD kamen wir schnell zu dem Entschluss, dass wir das gleiche Ziel verfolgen. Wir teilen die Vision eines effizient funktionierenden Wholesale Markts und sehen alle den Bedarf für eine zentrale Plattform, die Lösungen für Einkauf, Vertrieb und Marketing anbietet.“

Das 2015 gegründete Startup beschäftigt in seinen Büros in Hamburg und Amsterdam mittlerweile 50 Personen. Alle Mitarbeiter und die beiden Managementteams werden weiterhin für das Unternehmen arbeiten.

Die Löwen rufen zum Open Pitch Call auf!

Noch sind wir mitten in der fünften Staffel von „Die Höhle der Löwen“, da läuten die Macher schon die nächste Bewerbungsphase ein. Damit ist sicher, dass es bei der erfolgreichen Gründershow auch 2019 wieder jede Menge Deals geben wird.

Wer sich mit seinem Startup oder seiner Erfindung für die Sendung bewerben möchte, hat dafür mehrere Optionen. Eine Möglichkeit bietet die Webseite der Produktionsfirma Sony Pictures. Dort findet sich ein Onlinefragebogen, der vollständig ausgefüllt werden muss.

In Hamburg ist am 11.12. Open Pitch Call

Alternativ dazu finden auch dieses Jahr wieder eine Reihe von Open Pitch Calls statt. Hier können sich die Kandidaten zwar nicht den Originallöwen, aber immerhin live einer Jury präsentieren und schonmal ihre Pitchqualitäten testen. In Hamburg ist es am 11. Dezember von 11 bis 18 Uhr so weit. Ort des Geschehens ist das Mindspace, Rödingsmarkt 9. Weitere Schauplätze sind Dortmund am 29. Oktober, Berlin am 6. November und München am 21. November.

Welche Löwen 2019 um die besten Deals kämpfen werden, steht noch nicht fest, aber die Show wird auf jeden Fall weitergehen. (Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer)

Die Teilnehmer bekommen die Möglichkeit ihr Produkt oder Geschäftsmodell in einem bis zu dreiminütigen Pitch vorzustellen, ähnlich, wie es auch in der Show üblich ist. Danach gibt es noch ein paar Rückfragen. Jeder Pitch wird aufgezeichnet und intern für den Auswahlprozess genutzt. Die Veranstalter bitten, keine Businesspläne oder Powerpoint-Präsentationen mitzubringen. Produkte und Anschauungsmaterial sind dagegen willkommen.

Wer eine weitere Anreise hat oder zeitlich eingeschränkt ist, hat die Möglichkeit sich im Vorfeld schon ein Zeitfenster zuteilen zu lassen. Ansonsten ist etwas Geduld gefragt. Wer interessiert ist, schreibe bis drei Tage vor dem gewünschten Termin eine Mail mit einer kurzen Vorstellung von sich und seinem Produkt an: openpitchcall@sonypictures-tv.de. Alle, die spontan und ohne Anmeldung vorbeikommen möchten, sind ebenfalls herzlich eingeladen.

Die Teilnahme am Open Pitch Call erhöht nicht automatisch die Chance, am Ende auch in die Show zu kommen. Da mit vielen Teilnehmern zu rechnen ist, wird das Feedback jeweils kurz ausfallen. In späteren Telefonaten ist dann genug Zeit, um über alle weiteren Details zu sprechen, verspricht die Produktionsfirma. Alle Infos aus den Pitches werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

Jetzt schnell bewerben: mit der Startup-Unit auf die Slush

Am 4. und 5. Dezember findet in Helsinki mit der Slush eines der größten Startup-Events der Welt statt. Mehr als 20.000 Teilnehmer werden erwartet, darunter 1.600 Investoren und 600 Journalisten. Die Startup-Unit von Hamburg Invest ermöglicht fünf Hamburger Startups, dieses Ereignis hautnah mitzuerleben.

Wer in diesem Jahr mit seinem Startup an der Slush teilnehmen möchte,sollte eine Mail an startup-unit@hamburg-invest.com schicken. In einem Text von maximal 600 Zeichen schreibt ihr dort, warum gerade ihr an dieser internationalen Startup-Konferenz teilnehmen solltet. Bewerbungsschluss ist diesen Sonntag, am 07. Oktober 2018. Unter den fristgerecht eingegangenen Bewerbungen werden die fünf besten ausgewählt. Die Bewertung erfolgt anhand folgender Kriterien: Reifegrad und Skalierbarkeit des Geschäftsmodells sowie eine geplante Internationalisierung. Die fünf ausgewählten Startups werden bis spätestens zum Freitag, den 19. Oktober per E-Mail benachrichtigt.

So sah es auf der Slush 2017 aus (Foto: (C) Petri Anttila)

Startups bekommen bis zu 1.200 Euro Unterstützung

Die Unterstützung beläuft sich auf einen Kooperationsbeitrag von bis zu 1.200 Euro pro Startup. Dieser Beitrag darf ausschließlich für das Konferenzticket, die Reisekosten und die Übernachtungen eingesetzt werden. Die Verwendung ist der Hamburg Invest Startup-Unit nachzuweisen, anderenfalls entfällt der Anspruch auf den Kooperationsbeitrag. Die Buchung und Organisation der Reise erfolgt durch die Teilnehmer selbst. Die Hamburg Invest Startup-Unit unterstützt beim Match-Making im Vorfeld und vor Ort.

Startups, die im letzten Jahr an der Slush teilgenommen haben, zogen ein sehr positives Fazit von der Konferenz. Christian Kuhs von Nordantech meint hierzu: „Highlight waren die VC-Gespräche im MeetUp-Bereich. Ein echter Pitch-Marathon und sehr international“. Auch Robert Heinecke von Breeze konnte auf der Slush vielversprechende Kontakte schließen : „Wir haben einige potenzielle Kunden und lokale Partner kennengelernt. Mit denen werden wir sicherlich in den kommenden Monaten das ein oder andere Projekt anstoßen. Das bedeutet für uns zusätzlichen Umsatz und Marktzugang.“

Vier Exzellenzcluster für die Universität Hamburg

Die Universität Hamburg konnte sich im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern mit vier Cluster-Initiativen durchsetzen. Erfolgreich waren „Climate, Climatic Change and Society“, „Advanced Imaging of Matter”, „Understanding Written Artefacts“ und “Quantum Universe”. Die Universität Hamburg ist neben der Universität Bonn die einzige deutschlandweit, die mit vier bewilligten Clustern aus dem Wettbewerb hervorgeht. Die Exzellenzcluster wurden in einem wissenschaftsgeleiteten Verfahren aus 88 Anträgen der Endrunde ausgewählt. Die Universität Hamburg erhält in den kommenden sieben Jahren voraussichtlich (genaue Fördersummen stehen noch nicht fest) 164 Millionen Euro von Bund (75%) und Land (25%).

Die folgenden Forschungsverbünde der Universität Hamburg konnten sich durchsetzen

Klimaforschung: „Climate, Climatic Change, and Society (CliCCS)“
Beteiligte Fakultäten:
Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften, Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Fakultät für Geisteswissenschaften
Beteiligte Einrichtungen:
Max-Planck-Institut für Meteorologie, Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Deutsches Klimarechenzentrum, acht weitere wissenschaftliche Einrichtungen – viele davon Mitglied des KlimaCampus Hamburg.

Photonen- und Nanowissenschaften: „Advanced Imaging of Matter: Structure, Dynamics and Control on the Atomic Scale“
Beteiligte Fakultät:
Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften.
Beteiligte Einrichtungen:
Helmholtz-Zentrum Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY, Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie, European XFEL GmbH

Quantenphysik: „Quantum Universe“
Beteiligte Fakultät:
Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften
Beteiligte Einrichtung:
Helmholtz-Zentrum Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY

Manuskriptforschung: „Understanding Written Artefacts: Material, Interaction and Transmission in Manuscript Cultures“
Beteiligte Fakultäten:
Fakultät für Geisteswissenschaften, Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften
Beteiligte Einrichtungen:
Helmut-Schmidt-Universität, Technische Universität Hamburg, Universität zu Lübeck

Cluster-Sprecher Prof. Dr. Horst Weller (Physikalische Chemie, Universität Hamburg), Prof. Dr. Klaus Sengstock (Laserphysik, Universität Hamburg) und Prof. Dr. Dr. h.c. Henry Chapman (Center for Free-Electron Laser Science, Universität Hamburg, DESY) freuen sich über den Erfolg. (Foto: Claudia Höhne)

Zwei Förderlinien beim Exzellenzwettbewerb

Der Exzellenzwettbewerb des Bundes und der Länder findet in zwei Förderlinien statt. In der ersten, aktuell laufenden Förderlinie, geht es um Exzellenzcluster. Bei der Entscheidung über die Vollanträge der Exzellenzcluster haben 57 von 88 den Zuschlag erhalten. Sie werden nun jährlich mit rund 385 Millionen Euro gefördert, die zu 75 % vom Bund und zu 25 % vom jeweiligen Sitzland bereitgestellt werden.

Die zweite Förderlinie des Wettbewerbs widmet sich den „Exzellenzuniversitäten“, also der Auszeichnung gesamter Hochschulen. Bewerbungsvoraussetzung für die Auszeichnung „Exzellenzuniversität“ ist die Einwerbung von mindestens zwei Exzellenzclustern. Universitäten mit mindestens zwei (bei Verbünden mit mindestens drei) Exzellenzclustern können bis zum 10. Dezember 2018 Anträge für die Förderlinie Exzellenzuniversitäten einreichen; über sie wird nach erfolgten Begutachtungen im Juli 2019 entschieden.

Beitragsbild: UHH/Schell

Rebelle startet in den USA

Rebelle bricht auf nach Amerika: Fünf Jahre nach dem Start in Deutschland expandiert der Online-Marktplatz für Secondhand-Designermode in die USA und konzentriert sich dabei zunächst auf den attraktiven Käufermarkt.

Ab sofort können auch amerikanische Kunden auf der Webseite von Rebelle gebrauchte Designermode, -taschen, -schuhe und -accessoires bestellen und sich nach Hause liefern lassen. Von Gucci, Louis Vuitton und Chanel bis Isabel Marant oder Acne – Kunden finden im  Portfolio Artikel von über 650 Marken. Auch profitieren US-Kunden von einem breiten Angebot an im Handel bereits ausverkauften limitierten Kollektionen oder besonderen Vintage-Stücken.

Rebelle-Gründerin Cécile Wickmann in ihrem Lager in der Hamburger Speicherstadt (Foto: Rebelle)

„Die USA sind ein sehr spannender Markt für Rebelle, der uns große Möglichkeiten eröffnet. Schon seit einiger Zeit verzeichnen wir einen stark wachsenden Traffic aus der Region. Das liegt vor allem an der steigenden Nachfrage der US-Kunden nach bezahlbaren Luxusartikeln. Auch suchen sie zunehmend nach Einzelstücken europäischer Designermarken, die sonst nicht mehr erhältlich sind“, erklärt Cécile Wickmann, Gründerin und CEO von Rebelle, StyleRemains GmbH.

US-Launch ist ein weiterer Meilenstein der Internationalisierung

Wie auf dem europäischen Markt setzt Rebelle auch in den USA auf ein großes Service-Angebot. Internationale Logistikpartner, wie UPS Express, sorgen für eine schnelle Lieferung. Zudem garantiert das Unternehmen den US-Kunden ein sicheres Einkaufserlebnis. Ein Expertenteam prüft jedes Designerstück auf Echtheit und Zustand bevor es an die Käufer verschickt wird.

Seit dem Launch 2013 bringt das Fashion-Startup zunehmend internationale Käufer und Verkäufer von  luxuriöser Secondhand-Mode zusammen. Inzwischen sind bereits 70 Prozent aller Bestellungen des Online-Marktplatzes Cross-Border-Transaktionen, bei denen Käufer und Verkäufer aus verschiedenen Ländern stammen. Nach der Übernahme des skandinavischen Wettbewerbers ‚The 2nd Edit‘ im Juni 2018 macht das Unternehmen mit dem US-Launch nun einen weitereren großen Schritt der Internationalisierung.

Hamburger Innovations-Wachstumsfonds: Fondsmanagement steht fest

Das Team der Hamburger Beteiligungsgesellschaft Neuhaus Partners wird den von der Bürgerschaft beschlossenen Hamburger Innovations-Wachstumsfonds errichten. Für den Fonds sollen bis zu 100 Millionen Euro an Wagniskapital eingeworben werden. Die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) wird dabei als Ankerinvestor öffentliche Mittel bis zu 10 Millionen Euro im Auftrag der Freien und Hansestadt Hamburg einbringen. Damit startet gleichzeitig das Einwerben von Mitteln weiterer institutioneller und privater Investoren, mit denen der Fonds aufgebaut werden soll.

Die Auswahl des Fondsmanagers erfolgte nach europaweiter Ausschreibung auf Grundlage eines mehrstufigen Verfahrens mit Teilnehmern aus dem In- und Ausland. Wesentliche Kriterien waren Erfahrung und Referenzen des Bewerbers. Das Auswahlgremium bestand aus Vertretern der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, der IFB Hamburg sowie aus externen Experten aus dem Bereich Venture Capital und dem Finanzbereich.

Einer der geschäftsführenden Gesellschafter bei dem renommierten Hamburger Beteiligungsunternehmen Neuhaus Partners ist Matthias Grychta. Der studierte Elektrotechniker mit mehr als 30-jähriger Berufserfahrung ist seit 20 Jahren als Venture Capital Geber unterwegs. Er investiert vorzugsweise in B2B-Startups aus den Bereichen Software, Internet, Datenkommunikation und eCommerce. Grychta freut sich, dass Hamburgs Förderbank als Fonds-Investor bereitsteht: „Mit der IFB Hamburg als Ankerinvestor werden wir unsere bereits seit drei Fondsgenerationen erfolgreiche Innovations- und Wachstumsfinanzierung aus Hamburg mit dem Aufbau unseres vierten Venture Capital Fonds fortsetzen.“

Startups sollen Förderung in einer entscheidenden Phase erhalten

Der Fonds soll in bereits bestehende junge Unternehmen mit aussichtsreichen Wachstumsprognosen investieren. Alle für Hamburg relevanten Branchen, bei denen das Thema Digitalisierung von Bedeutung ist, stehen dabei im Fokus. Damit erweitern sich die Finanzierungsmöglichkeiten für solche Startups in einer für sie oft entscheidenden Phase. Unternehmen können sich mit Unterstützung des Fonds am Markt etablieren. Nach etwa drei bis acht Jahren sollen die Beteiligungen wieder veräußert werden.

Wirtschaftssenator Frank Horch

Wirtschaftssenator Frank Horch erklärt: „Mit der Errichtung des Hamburger Innovations-Wachstumsfonds soll eine Finanzierungslücke im Bereich aussichtsreicher innovativer Unternehmen in der Wachstumsphase geschlossen und das Hamburger Risikokapital und Startup-Ecosystem gestärkt werden. Wir freuen uns, mit Neuhaus Partners einen erfahrenen Hamburger Fondsmanager gefunden zu haben, der seine Expertise in der Vergangenheit bereits mehrfach unter Beweis gestellt hat.“

„Wir freuen uns, als IFB Hamburg mit dem Hamburger Innovations-Wachstumsfonds neben unseren bestehenden Förderprogrammen nun einen weiteren Baustein zur Sicherung der Finanzierung innovativer Unternehmen in allen Lebensphasen etablieren zu können“, sagt Ralf Sommer, Vorstandsvorsitzender der IFB Hamburg.