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Hamburger Innovations-Wachstumsfonds wird eingestellt

Ein seit fünf Jahren andauernder Prozess findet ein unrühmliches Ende: Der Hamburger Innovations-Wachstumsfonds wird eingestellt. Mit dem Risikokapitalfonds sollten innovative Startups gefördert werden. Da seit der BaFin-Zulassung vor einem Jahr keine ausreichende Anzahl an privaten Investoren gewonnen werden konnte und weil das aktuelle wirtschaftliche Umfeld Fundraising deutlich erschwert, wird das Projekt nun eingestellt.

Der Hamburger Innovations- und Wachstumsfonds sollte mit einem Fondsvolumen in Höhe von 100 Millionen Euro an den Start gehen. Davon sollten bis zu 10 Millionen Euro über die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) zur Verfügung stehen. 90 Millionen Euro sollten private Investoren einbringen. Ziel des Fonds sollte es sein, innovative Startups zu fördern, um die bestehende Finanzierungs- und Förderlücke in der Wachstumsphase zu schließen. Seit Ende 2018 war ein per Ausschreibungsverfahren ausgewählter, privater Fondsmanager damit beauftragt, private Mittel für den Fonds einzuwerben

Corona hat dem Hamburger Innovations-Wachstumsfonds endgültig den Todesstoß versetzt


Startups sind darauf angewiesen, regelmäßig Investorengelder einzuwerben. Laut Fondsmanager hat sich während des Fundraisings das Marktumfeld durch negative Ereignisse wie beispielsweise geplatzte Börsengänge aber stark eingetrübt. Da vor dem Hintergrund der Coronapandemie die Bereitschaft von Investoren, risikoreiche Engagements einzugehen, weiter gesunken ist, wurde der Vertrag mit dem Fondsmanager nun einvernehmlich aufgelöst.

Für Startups gibt es jedoch weiterhin attraktive Fördermöglichkeiten. Über die IFB Hamburg stehen mit dem Hamburg-Kredit Innovation, den Förderprogrammen InnoFounder und InnoRampUp sowie dem Innovationsstarter Fonds vielfältige Möglichkeiten für innovative junge Unternehmen mit Sitz in Hamburg zur Verfügung. Zudem gründete Anfang 2020 die IFB Hamburg im Auftrag der Stadt das Hamburger Investoren Netzwerk (HIN), um Privatinvestoren und Startups zu vernetzen. Mit dem Corona Recovery Fonds steht ein Instrument für junge Hamburger Unternehmen zur Verfügung, die im Zuge der Coronapandemie in Schwierigkeiten geraten sind. Bis zu 50 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln können in Form von stillen Beteiligungen zur Verfügung gestellt werden.

Ein Sonderheft über den „Löwen“ Ralf Dümmel

Man nennt ihn „König der Löwen“ oder „Mr. Regal“. Ralf Dümmel ist für viele der wichtigste Grund, die Startup-Show „Die Höhle der Löwen“ anzuschalten. Keiner hat so viele Deals gemacht wie er, keiner hat so vielen Gründerinnen und Gründern zum Erfolg verholfen. Für seine Fans ist jetzt ein Sonderheft mit dem programmatischen Titel „Ralf Dümmel“ erschienen, herausgegeben vom Hamburger Abendblatt.

Als er zum Start der dritten Staffel als neuer Löwe vorgestellt wurde, war Ralf Dümmel der breiten Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannt. Damals stand mit Carsten Maschmeyer ein anderer Neu-Löwe viel mehr im Mittelpunkt des Interesses. Inzwischen sind unzählige Beiträge über ihn erschienen und er wird überall angesprochen und von hoffnungsvollen Nachwuchsunternehmerinnen und -unternehmen um Rat gefragt. Es ist also mittlerweile einiges bekannt über den zum TV-Star avancierten Geschäftsmann. All das fasst das von der Abenblatt-Journalistin Miriam Opresnik geschriebene Sonderheft zusammen und fügt noch einige bisher unbekannte Facetten hinzu.

Ralf Dümmel total in Wort und Bild

So sieht das Sonderheft über Ralf Dümmel aus
So sieht das Sonderheft über Ralf Dümmel aus.

Natürlich gibt es einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen von „Die Höhle der Löwen“ und der Firma DS Produkte, deren Geschäftsführer Ralf Dümmel ist. Seine Anfänge bei Möbel Kraft sind inzwischen weitgehend bekannt und werden hier mit amüsanten Anekdoten geschildert. Dass er zwischenzeitlich das Ziel hatte, der jüngste Bundesligaschiedsrichter zu werden, dürfte dagegen für viele neu sein. Eine Reihe von Fotos aus der Kindheit erscheinen hier zum ersten Mal.

Überhaupt ist das Heft reichlich bebildert. So enthält es eine Fotostrecke, die Ralf Dümmel in einer ganzen Kollektion von Anzügen zeigt. Besonders bemerkenswert sind dabei die farblich korrespondierenden Hemden, Einstecktücher, Strümpfe und sogar Schuhsohlen. Natürlich gibt es auch eine Übersicht über seine erfolgreichsten Deals und ein paar Erfolgstipps. Insgesamt richtet sich das Heft aber weniger an die Startup-Community als an Dümmel-Fans. Dementsprechend ist auch kein kritischer Enthüllungsjournalismus zu erwarten. Erhältlich ist das Magazin im Zeitschriftenhandel oder bei Amazon.

Und das sagt der Meister selbst über das Ergebnis: „Ein Magazin über mich? Als ich die Idee gehört habe, hätte ich nie gedacht, dass man 100 Seiten über mich füllen kann. Fast ein Jahr hat mich Miriam Opresnik begleitet und mir dabei so einige Geschichten und Geheimnisse entlockt. Das fertige Magazin haut mich einfach um!“

Beitragsbild: Rieka Anscheit

Symbioticon 2020 wird digitaler Hackathon und Tech-Festival

Die Corona-Krise stellt auch die Symbioticon, Hackathon und Tech-Festival der Sparkassen-Finanzgruppe, vor neue Herausforderungen. In diesem Jahr wird das Format daher vollständig ins Digitale verlegt und enthält erstmals auch Elemente eines Accelerator-Programms. Die Symbioticon startet mit der Bewerbungsphase am 10. Oktober 2020 unter dem Hashtag #Gamechanger und endet mit dem Finale Ende Januar 2021.

Um noch schneller marktfähige Produkte und Services zu entwickeln, erstreckt sich die inzwischen fünfte Ausgabe auf drei unterschiedliche Phasen der Produkt- und Service-Entstehung. Für die Teams heißt das: Etappenziele erreichen, individuelle Herausforderungen bestehen und Innovationen entwickeln. Auf diese Weise sammeln sie Punkte und Auszeichnungen, die ihnen dabei helfen sollen, das nächste Level zu erreichen. Neu ist auch, dass Sparkassen, Tech-Partner und Sponsoren von Beginn an direkter ins Geschehen eingreifen und etwa Wildcards und Extrapunkte vergeben oder ein Team finanziell unterstützen.

Anmeldungen sind bis zum 6. November 2020 möglich. Ausrichter des Events ist der Sparkassen Innovation Hub (S-Hub), Think Tank und zentrale Anlaufstelle für FinTechs innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe. Seit 2016 organisiert der S-Hub die Symbioticon.

Die Symbioticon 2020 wird zum spannenden Online-Wettkampf

Teams aus ganz Deutschland sind im ersten Schritt dazu eingeladen, ihre besten Ideen zu präsentieren. Können für die Warm-Up-Phase der Symbioticon noch unbegrenzt viele Teams teilnehmen, tritt eine durch ein Punktesystem ausgewählte Auswahl im Anschluss in drei verschiedenen Leveln gegeneinander um die Gunst der Sparkassen, Partner und Zuschauer an. Bis zu fünf Teams konkurrieren in unterschiedlichen Tracks, unter anderem zu den Themen Banking, Investments, Immobilien, Business Banking und Insurance. Weitere Tracks sind in Planung.

Die zentrale Bühne der Symbioticon wird 2020 eine Online-Plattform sein, die ab dem 10. Oktober 2020 zum Start der Warm-Up-Phase live geht. Hier kann man den Digital-Hackathon hautnah mitverfolgen. Auch die Interaktion zwischen den Teilnehmern und den Sparkassen, Partnern und Besuchern läuft über die Plattform. Bei dem mit Gamification-Elementen gespickten Wettbewerb treten die Teams über mehrere Wochen in einem Online-Turnier gegeneinander an. Sie werden dabei spielerisch dazu animiert, Sparkassen und Partner an der Entstehung der Ideen teilhaben zu lassen.

Auch in diesem Jahr wird die Symbioticon interessierten Zuschauerinnen und Zuschauern ein umfangreiches Rahmenprogramm bieten. So ist sowohl geplant, Keynotes per Livestream zu übertragen als auch Thementage mit spezifischen Programmpunkten wie Meet and Greets oder auch FinTech- und Startup-Vorstellungen oder virtuelle Netzwerkveranstaltungen anzubieten. Die Thementage sind für den 17. und 20. November geplant. Wer noch mehr wissen möchte, kann sich hier ein kostenloses Insider-Ticket sichern, das regelmäßigen Zugang zu weiteren Infos verschafft.

Beitragsbild: 2019 fand die Symbioticon noch als Live-Event statt.

Hamburg Startups und der Startup Verstärker im Radio!

Hamburg Startup war im Radio! Heute morgen hatte der in Hamburg neu gestartete Sender Flux FM unsere Geschäftsführerin Sina Gritzuhn als Interviewgast. Sie sprach über die Startup-Szene in der Hansestadt und dass es bei einem erfolgreichen Startup oft mehr auf die Gründerinnen und Gründer ankommt als auf die Geschäftsidee. Das ganze Interview könnt ihr hier hören:

Ein Thema war auch unser neue Initiative Startup Verstärker. In diesem Jahr haben wir den Hamburg Startups Club ins Leben gerufen, um jungen, innovativen Unternehmen auch in Zeiten von Corona mehr Sichtbarkeit und die Möglichkeit zum Netzwerken zu geben. Folgende Leistungen bietet eine Mitgliedschaft:

  • Nutzung des Jobboards. Ein Jahr lang können Mitglieder beliebig viele Stellengesuche in unserem Jobboard veröffentlichen, eine der beliebtesten Kategorien auf unserer Webseite.
  • Präsentation im eigenen Profil. Jedes Startup bekommt ein eigenes Profil, in dem es sich in Text und Bild darstellen kann. Auf einen Blick erhalten somit alle Interessierten aus Medien und Investment sowie potenzielle neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die wichtigsten Infos.
  • Austausch über Slack. Jedes Mitglied hat die Möglichkeit, über einen Slack-Kanal mit allen anderen Mitgliedern zu kommunizieren. Tipps und Fragen, Erfahrungsaustausch und Aufruf zu Aktionen – hier sind die Wege kurz und direkt.
  • Exklusive Events. Mitglieder des Hamburg Startups Club bekommen exklusiven Zugang zu Events, die speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Workshops, Diskussionsrunden zu aktuellen Themen, Pitches, Treffen mit Investoren und vieles mehr. Online wie offline, je nach Bedarf und Situation.

Noch mehr Infos zum Hamburg Startups Club findet ihr hier.

Ein wichtiger Punkt bei der Mitgliedschaft im Hamburg Startups Club: Ein Eintrag in unserer Datenbank.

Die ba group bringt euch in den Club – jetzt bewerben!

Beim Startup Verstärker übernehmen nun etablierte Unternehmen die Mitgliedschaft und die damit verbundenen Kosten für ein Jahr. Alles, was ihr über das Programm wissen müsst, erfahrt ihr hier! Den Anfang macht die ba group, spezialisiert auf Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung. Drei Plätze sind noch frei, und einen davon könnt ihr für euer Startup gewinnen! Tragt euch hier bis zum 30. September ein:

Hier Bewerben

Hamburg Innovation Awards – das sind die Finalisten

Am 24. September findet wieder der Hamburg Innovation Summit statt – wie so vieles in diesen Tagen als virtuelles Event. Trotzdem wird es wieder ein umfangreiches Programm geben, mit Expo, Live-Chats mit Katharina Fegebank und Michael Westhagemann und vielem mehr. Das alles gibt es kostenlos, ihr müsst euch nur vorher für den Livestream anmelden, und zwar hier. Ein Höhepunkt wird sicherlich die Verleihung der Hamburg Innovation Awards. Die Kandidaten stellen wir euch hier kurz vor:

Kategorie IDEE

Heron Fan macht das Fliegen mit einem turbinenlosen Flugzeugtriebwerk effizienter. Durch den Wegfall der Turbine verringern sich Gewicht und Komplexität, wodurch letztendlich ein niedrigerer Treibstoffverbrauch erzielt wird.

hoλos reduziert die Ablenkung am Steuer mittels eines 3D-Navigationssystems. Das an der HAW Hamburg entwickelte System basiert auf Augmented Reality, wodurch alle wichtigen Informationen beim Blick auf die Straße direkt zu erkennen sind.

Plancraft stattet Handwerksbetriebe mit einer Software zur effizienten Auftragsbearbeitung aus. Die schlanke und intuitiv bedienbare Dokumentenverwaltung entlastet die Handwerker von zeitfressender Bürokratie, wodurch diese sich mehr auf ihre handwerklichen Tätigkeiten fokussieren können.

Kategorie START

HEIMATHAUFEN ermöglicht umweltbewusste Körperpflege mit Duschgel und Shampoo zum selber mischen. Die beiden Hamburger Gründer bieten Produkte aus dem Bereich Personal Care als konzentriertes Pulver an, das sich der Verbraucher daheim mit Wasser selbst anmischt.

LignoPure entwickelt nachhaltige und plastikfreie Produkte auf Basis des biobasierten Rohstoffs Lignin. Aus seinem vielseitigen Bioraffinerie-Netzwerk kann das TUHH-Spinoff geeignete Lignine beziehen und diese gezielt für den Anwendungsfall beim Kunden aufbereiten.

PANDA revolutioniert die industrielle Prozessoptimierung mit künstlicher Intelligenz. Die Kombination aus Hardware und Software identifiziert automatisch Fehlerursachen in Produktionsprozessen und stellt Produktionsparameter optimal ein.

Kategorie WACHSTUM

LUIS Technology macht mit seinen Fahrerassistenzlösungen die Straßen sicherer. Hierfür rüstet der Spezialist für Kamerasysteme europaweit Nutzfahrzeuge wie LKW mit Abbiegeassistenzsystem aus.

Synergeticon sorgt mit intelligenter Robotik für ein kollaboratives Miteinander von Mensch und Maschine. Ein mit Hilfe von künstlicher Intelligenz lernender Roboterarm ist somit in der Lage, das Programm für seine Aufgaben selbst zu schreiben.

Wunder Mobility treibt mit einer breiten Produktpalette weltweit das Thema Shared Mobility voran. Die diversen Technologien sind das Rückgrat vieler Mobilitätsanbieter von Carsharing, Mietwagen oder Shuttle Services.

Beitragsbild: Gruppenfoto vom Hamburg Innovation Summit 2019

„HUNDERTPROZENT für die Strasse“ – Powerbanks für Obdachlose

Für Obdachlose ist ein Handy oft die einzige Informationsquelle und eine wichtige Moglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe. Ein großes Problem ist allerdings das Aufladen der Geräte; auf der Straße gibt es keine Steckdosen. Die Initiative „HUNDERTPROZENT für die Strasse“ will das Problem mit dem Verleih von Powerbanks lösen.

Ein Bündnis bestehend aus dem Verein StrassenBLUES, der Karin und Walter Büchlert Gedächtnisstiftung, dem Hamburger Startup Chimpy und diversen sozialen Einrichtungen in Hamburg hat sich zum Ziel gesetzt, den Zugang zu Elektrizität dank tragbaren
Powerbanks zu vereinfachen und so Teilhabe, Inklusion und Lebensqualität für Obdachlose merklich zu verbessern. Zu diesem Zweck können sich Bedürftige seit zwei Wochen bei ausgewählten Hamburger Obdachloseneinrichtungen eine vollgeladene Powerbank abholen und diese anschließend fortlaufend wieder gegen eine neue eintauschen.

Die Bahnhofsmission ist bei „HUNDERTPROZENT für die Strasse“ dabei – Chimpy stellt die Powerbanks

Eine der ersten Organisationen, die Powerbanks an Obdachlose ausleiht, ist die Bahnhofsmission Hamburg. “Wir haben jeden Tag mindestens 20 Personen, die bei uns gerne ihr Handy aufladen möchten. Eine Powerbank macht sie unabhängiger und eigenverantwortlich”, so Axel Mangat, Leiter der Bahnhofsmission Hamburg. Wenn es nach den Initianten der Aktion “HUNDERTPROZENT für die Strasse” geht, soll es in Zukunft zumindest auf Hamburger Strassen auch für Obdachlose möglich sein alltägliche Informationen zeitnah und einfach abrufen zu können. Seien es essentielle Bedürfnisse wie die medizinische Grundversorgung, eine Essensausgabe oder die neuesten Entwicklungen zur Corona-Pandemie. “Es kann nicht sein, dass Obdachlose abgeschnitten sind vom Informationsfluss” so Nikolas Migut, Vorsitzender von StrassenBLUEs e.V.

Fabian Arioli von Chimpy
Fabian Arioli von Chimpy

Das Hamburger Startup Chimpy stellt die mit Solarstrom geladenen Powerbanks zur Verfügung. Der Spezialist für mobile Ladelösungen verdient sein Geld mit dem Verleih von Powerbanks am Kiosk oder auf Events. An einigen Standorten an Hamburger Bahnhöfen gehörten in der Vergangenheit vereinzelt auch Obdachlose zu den Kunden. “Wir freuen uns, unsere Leih-Powerbanks mit der Aktion “HUNDERTPROZENT für die Strasse” denjenigen Personen zugänglich zu machen, die mangels Alternativen keine andere Lademöglichkeit haben – den Obdachlosen und Bedürftigen auf Hamburgs Strassen”, so Fabian Arioli, Geschäftsführer von Chimpy Deutschland.

Fotos: Chimpy

Startup Port – Hamburger Existenzgründungsinitiative geht an den Start

Akteure vernetzen, Synergien schaffen, Formate der Zusammenarbeit entwickeln – der Startup Port soll den Wissens- und Technologietransfer an Hochschulen in der Metropolregion Hamburg fördern. Ziel des länderübergreifenden Projektes ist es, die Gründung von Startups aus der Wissenschaft auszubauen und den Austausch von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu stärken und dabei die Entwicklung einer regionalen Gründungs-Marke sowie nachhaltigen Startup-Kultur voranzubringen. Initiiert wurde der Startup Port von sieben norddeutschen Bildungs- und Forschungsstätten. Weitere assoziierte wissenschaftliche Einrichtungen, Wissens- und Transfergesellschaften sowie strategische Kooperationen aus Wirtschaft und Politik komplettieren den Verbund.

Der Startup Port bündelt und ergänzt bestehende Formate der Hochschulen sowie Einrichtungen und schafft Transparenz für angehende Gründerinnen und Gründer. Das Projekt soll zudem im Sinne einer nachhaltigen Startup-Kultur in der Metropolregion Hamburg systematisch die Marke etablieren und weiterentwickeln. Die nun zu entwickelnden Angebote des Startup Ports sollen die Marktchancen von Neugründungen verbessern. Zusätzlich unterstützt er den regen Austausch mit Stakeholdern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Mit dem Projektstart werden in den kommenden Monaten die Aktivitäten starten. Entsprechendes Informationsmaterial inklusive Website und Social Media Angebote befinden sich im Aufbau.

Der Startup Port steht auf drei Säulen

  1. Startup Port ACADEMY mit einem Zertifikatsprogramm zur Qualifizierung Studierender, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Dazu gehören Maßnahmen zur Weiterbildung und Weiterentwicklung von Gründern und Gründerinnen sowie von Gründungsberatungsstellen.
  2. Startup Port MATES schafft im Verbund interdisziplinäre Vernetzungsmöglichkeiten zwischen Gründungsakteuren aller Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Metropolregion Hamburg.
  3. Startup Port BUSINESS verbindet Startups mit der Wirtschaft. Er schafft Zugang zu passenden Seed Investments und Märkten und fördert den Wissenstransfer von Jungunternehmen zu erfahrenen Playern in der Wirtschaft.

Zusätzlich steht Startup Port als regionale COMMUNITY für den regen Austausch mit Stakeholdern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Unternehmerische Selbstständigkeit stellt für eine steigende Zahl an Studierenden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine attraktive berufliche Option dar. Schon jetzt stellen Unternehmensgründungen aus der Wissenschaft einen wachsenden Teil des Technologietransfers dar.

Über den Startup Port

Als einer der Preisträger des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ausgerufenen Wettbewerbs “EXIST-Potentiale – Gründungskultur mit dem Schwerpunkt ‚Regional vernetzen‘ erhält der Startup Port 3,5 Millionen Euro für vier Jahre. Beteiligt sind folgende Bildungs- und Forschungsstätten: Technische Universität Hamburg (TUHH – Projektkoordinator), Universität Hamburg (UHH), Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), ), Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Leuphana Universität Lüneburg (Leuphana), Fachhochschule Wedel (FH Wedel), Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY), Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) sowie aus der freien Wirtschaft unter anderen Nordmetall und ContiTech. Politische Partner des Verbundes sind die Behörden der Freien und Hansestadt Hamburg für Wirtschaft und Innovation (BWI) und für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke (BWFGB) sowie das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK). Das MWK ist zudem Kofinanzierer des Projekts.

Global Goals Jam: ein weltweites Wochenende für die Nachhaltigkeit

17 Ziele für die nachhaltige Entwicklung haben die Vereinten Nationen definiert. Diese Sustainable Development Goals (SDGs) sollen als Richtschnur für politisches und wirtschaftliches Handeln dienen. Auf jeden Fall im Mittelpunkt stehen sie beim Global Goals Jam. Die Idee für das Event stammt aus den Niederlanden. Bei der ersten Ausgabe 2016 waren 17 Städte dabei, 2017 schon 45 und in diesem Jahr sollen es mehr als 80 sein. Auch Hamburg gehört bei dem globalen Event am 19. und 20. September zum zweiten Mal zu den Teilnehmerstädten.

Der Global Goals Jam definiert sich als Ideenlabor, bei dem kreative Köpfe gemeinsam Lösungen für die SDGs entwickeln. Die Veranstaltung führt über die Sensibilisierung für ein Thema hinaus zum Handeln. Dabei lernen die Teilnehmenden die Innovationsmethode Design Thinking kennen. Die basiert auf der Annahme, dass sich Probleme besser lösen lassen, wenn Menschen unterschiedlicher Disziplinen in einem die Kreativität fördernden Umfeld zusammenarbeiten. Der Prozess findet in kurzen Abschnitten statt, Sprints genannt. Am Ende eines Sprints werden jeweils die Ergebnisse überprüft und gegebenenfalls korrigiert. Für das Jam-Wochende sind insgesamt vier Sprints geplant.

Themen in Hamburg: Bildung und nachhaltige Entwicklung

In Hamburg stehen zwei Schwerpunktthemen auf der Tagesordnung: „Bildung für alle“ und „Nachhaltige Entwicklung für Mensch und Planet“. Gesucht werden Antworten auf Fragen wie „Wie können wir durch digitale Angebote für mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland sorgen?“ und „Wie können wir Schülerinnen und Schülern in Deutschland die Zukunftskompetenzen vermitteln, die sie benötigen?“ Am Ende der zwei Tage präsentieren die zu Beginn spontan zusammengestellten Teams im Rahmen einer Pitch Night ihre Ideen einer Jury. Der Global Goals Jam ist dieses Jahr ein Online-Event, bei der Hamburg-Ausgabe können also auch Leute von außerhalb teilnehmen.

Den Global Goals Jam Hamburg 2020 präsentieren Alchemist Hub Hamburg und Impact Hub Hamburg, mit Unterstützung der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit sowie von Engagement Global und RENN.nord. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Infos erhaltet ihr hier.

InsureTech-Startup Claimsforce erhält 7 Millionen Euro

Das Hamburger InsureTech Startup Claimsforce hat eine Series-A-Finanzierung in Höhe von sieben Millionen Euro erhalten. Die Finanzierung soll es Claimsforce ermöglichen, seine Cloud-basierte Schadenmanagement-Plattform weiterzuentwickeln. Weitere Ziele sind die internationale Erweiterung der Belegschaft und die Akquise weiterer globaler Versicherungskunden. Die Runde wurde von Notion Capital unter Beteiligung bestehender Investoren, darunter Fly Ventures, Point Nine und La Famiglia, angeführt.

Claimsforce wurde 2018 gegründet. Das Unternehmen hat eine Plattform entwickelt, um Versicherern und Drittverwaltern ihr Schadensmanagement zu erleichtern. Für eine zeiteffizienteres und preisgenaueresVorgehen verwendet das Startup eine auf künstlicher Intelligenz basierende Regulierungskontrolle und mehr Datenpunkte, um Schäden zu bewerten, zu analysieren und schnell zu regulieren. Die Plattform verbessert die Gesamteffizienz der Schadenregulierung, senkt die Kosten und verfolgt die Kundenzufriedenheit anhand des NPS (Net Promoter Score, eine Kennzahl zur Kundenzufriedenheit).

Nils Mahlow, Gründer und CEO von Claimsforce, erklärt: „Diese Investition ermöglicht es uns, unsere Software-Plattform weiterzuentwickeln und die Anzahl der Datenpunkte, die wir für die Bewertung von Schadensfällen verwenden, deutlich zu erhöhen, wodurch wir eine wesentlich schnellere und genauere Schätzung der Schadenregulierung erhalten. Wir sind ständig dabei, die Plattform zu erneuern und zu verbessern, um unseren Kunden eine Schadenmanagement-Plattform von Weltklasse zu bieten. Diese zusätzliche finanzielle Ressource wird es uns ermöglichen, international in neuen Märkten zu wachsen“.

Die SaaS-Plattform von Claimsforce wird derzeit von einer Reihe von Versicherungs- und Aufsichtsbehörden genutzt. Darunter befindet sich auch die Zurich Versicherung, die die Technologie zur Verwaltung des internen und externen Schadenmanagements einsetzt.

Automobilzulieferer Eberspächer beteiligt sich an Nüwiel

Der Business-Innovation-Bereich Next Shed by Eberspächer baut seine strategischen Partnerschaften im Bereich Mobilitätslösungen weiter aus. Mit zwei Minderheitsbeteiligungen an den Startups Flybotix aus Lausanne und Nüwiel aus Hamburg erschließt sich der Abgasreinigungs- und Thermomanagement-Spezialist mit Hauptsitz in Esslingen neue Technologien und Märkte, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung.

Der Transport von Personen und Waren zwischen großen Verkehrsknotenpunkten läuft heute effizient und reibungslos. Die Herausforderungen liegen oft in der „letzten Meile“. Sobald Waren vom Verteilzentrum in Wohngebiete und damit zum Kunden geliefert werden sollen, verschlechtert sich die Effizienz und Nachhaltigkeitsbilanz etablierter Transportlösungen. Im industriellen Bereich sind emissionsarme Lösungen zum innerbetrieblichen Warentransport bereits Standard. Drohnen werden einerseits als flexible Transportsysteme eingesetzt. Andererseits ermöglichen sie Facility Managern und Systemprüfern die Inspektion von Maschinen und Anlagen ohne Hebekran oder Gerüst. Hier setzen die beiden Startups Nüwiel und Flybotix an. Sie bieten CO2-neutral betriebene Lösungen zu Warentransport, Intralogistik und Maintenance, an denen sich die Eberspächer Gruppe als strategischer Partner zukünftig beteiligt.

Flybotix: Schweizer Expertise in der Drohnentechnologie

Mit nur zwei statt der üblichen vier Rotoren zeigt die Drohne von Flybotix in der Intralogistik und im Bereich Maintenance deutliche Vorteile. Sie ist robust, kompakt und leise im Flugbetrieb. Aufgrund des Designs verdoppelt sich die Betriebsdauer gegenüber vergleichbaren Modellen mit vier Rotoren. „Im professionellen Industrieumfeld und der Intralogistik ist die Drohnentechnologie schon heute ein schnell wachsender Markt“, weiß Edgar Müller, der Next Shed by Eberspächer leitet. „Sie lässt sich zukünftig zur Wartung von schwer zugänglichen Maschinenteilen und Rohrsystemen nutzen.“ Eberspächer erweitert damit seinen Mobilitätsbegriff weg von der Straße und steigt in einen neuen Bereich ein.

Nüwiel: klimaneutral nach Hause liefern

In Innenstädten oder Wohngebieten ist der Transport von schweren Lasten oft eine Herausforderung. Der elektrisch betriebene Trailer von Nüwiel erleichtert Lieferunternehmen und Logistikdienstleistern diese Aufgabe. Der Trailer kann sowohl von Hand geführt als auch an einem Fahrrad befestigt werden. Trailer von Nüwiel sind bereits bei verschiedenen Kunden im Einsatz. Kommendes Jahr rechnet das mehrfach ausgezeichnete Startup mit Sitz in Hamburg mit einer vierstelligen Anzahl an verkauften Trailern. Eberspächer investiert mit der Beteiligung an Nüwiel in eine nachhaltige Transportvariante der Last Mile Mobility.

Beitragsbild: Anne Gaertner/Nüwiel

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