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Millioneninvestment für Hamburger Proptech HAUSGOLD

Das Hamburger Proptech HAUSGOLD erhält eine Finanzierung über einen mittleren einstelligen Millionenbetrag. Das berichtet das Fachmagazin Finance Forward, eine Kooperation von Capital und OMR. Demnach kommt das Geld von der Deutschen Bank und Scout24-Gründer Joachim Schoss, außerdem ist ein Bankkredit von zwei Geldinstituten in dem aktuellen Betrag enthalten. Zu den Investoren des Jungunternehmens zählt außerdem die Berliner Startup-Schmiede Rocket Internet.

Bereits Ende 2018 gewann HAUSGOLD die Deutsche Bank als Investor und Gesellschafter und sicherte sich dabei eine Finanzierung im Millionenbereich. Seit August 2019 kooperieren beide Unternehmen noch enger miteinander, Kunden der Großbank können mittlerweile direkt den Service des Proptech nutzen.

Gründer Sebastian Wagner (Foto: talocasa GmbH)

Über HAUSGOLD

HAUSGOLD ist ein Service der talocasa GmbH und hat Ende 2019 rund 60 Mitarbeiter. Das Unternehmen, ein digitales Maklernetzwerk, wurde Anfang 2014 von Sebastian Wagner gegründet. Mithilfe eines eigenentwickelten Algorithmus‘ sowie der gesammelten Daten über den Immobilienmarkt und der Performance von Maklern hat das Proptech eines der größten und stärksten Maklernetzwerke in Deutschland aufgebaut. Nach eigenen Angaben erreicht es eine Marktabdeckung von 100 Prozent. Damit ist es in der Lage, für seine Kunden die auf ihre Bedürfnisse geeigneten Immobilienmakler zur Vermarktung des jeweiligen Objekttyps zu ermitteln. Darüber hinaus erleichtert HAUSGOLD mit seinen vielfältigen digitalen Tools die Immobiliengeschäfte für Makler.

Frischepost-Gründerinnen gewinnen Digital Female Leader Award

Eva Neugebauer und Jule Willing, Geschäfts­führerinnen des Online-Hofladens Frischepost, haben den Digital Female Leader Award 2019 erhalten. Die beiden Gründerinnen nahmen die Auszeichnung am Samstagabend in der Zentrale der Deutschen Telekom in Bonn entgegen. Die Hamburgerinnen erhielten den Preis in der Kategorie „Sustainability“ für ihren Farm-to-Table Lieferservice von regionalen Lebensmitteln.

Der Award für Frauen in der Digitalwirtschaft ist eine Initiative des Unternehmens Global Digital Women und hat das Ziel, Geschichten und Karrierewege von Frauen sichtbar zu machen. Die Gewinnerinnen wurden dabei von einer prominent besetzten Jury aus Politik, Wirtschaft und Medien ausgewählt. Mit dem gekürten Geschäftsmodell, das in Hamburg gestartet ist, planen Willing und Neugebauer die Expansion in weitere deutsche Städte. Ab März 2020 startet Frischepost im Rhein-Main Gebiet.

Jule Willing und Eva Neugebauer mit ihren Trophäen vom Digital Female Leader Award (Foto: Frischepost)

„Das ganze Team freut sich sehr über diese großartige Auszeichnung, denn mit Frischepost zeigen wir seit bereits fünf Jahren, dass Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Unternehmertum unter einen Hut passen. Wir wollen Brücken zwischen Erzeugern und Verbrauchern schlagen, zwischen Stadt und Land. Ohne Digitalisierung wäre die Umsetzung unserer Vision und die Skalierung unseres Geschäftsmodells nicht möglich. Wir haben effiziente und digitalisierte Prozesse entwickelt und unser Netzwerk an Kunden, Partnern und Produzenten bauen wir täglich auf digitalen Plattformen und sozialen Medien weiter aus“, so Jule Willing, Co-Gründerin von Frischepost. 

Digitalisierung und Nachhaltigkeit kennzeichnen Frischepost

Seit der Gründung 2015 hat Frischepost ihr Farm-to-Table Konzept stetig weiterentwickelt und sich als Onlineshop etabliert. Das Unternehmen hat mittlerweile 55 Mitarbeiter und beliefert in Hamburg ca. 8000 Haushalte, Kitas und Firmen mit frischen Lebensmitteln. Die Digitalisierung spielte für die Grün­derinnen von Anfang an eine entscheidende Rolle. So sorgen smarte Anwendungen, wie zum Beispiel ein intel­ligentes Routenplanungstool oder eine selbst entwickelte Pfand-App dafür, dass die Lebensmittel schnell und nachhaltig ausgeliefert werden – in E-Autos und Mehrwegboxen. 

Hamburger Existenzgründungsinitiative Startup Port erhält vom Bund 3,5 Mio. Euro

Gestern Nachmittag wurden die Teilnehmer am neuen Förderprogramm “EXIST-Potentiale“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin bekanntgegeben. Ein Ergebnis: Das Hamburger Verbundprojekt “Startup Port – Wissensbasiertes Unternehmertum in der Metropolregion Hamburg” erhält in den kommenden vier Jahren 3,5 Millionen Euro. Ziel ist es, die Gründung von Startups aus der Wissenschaft zu fördern und den Austausch sowie die Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu stärken. Initiiert wurde der Startup Port von sieben norddeutschen Bildungs- und Forschungsstätten. Weitere assoziierte wissenschaftliche Einrichtungen, Wissens- und Transfergesellschaften sowie strategische Kooperationen aus Wirtschaft und Politik komplettieren den Verbund.

Das Projekt Startup Port harmonisiert und bündelt bestehende Formate und schafft Transparenz für angehende Gründerinnen und Gründer. Das selbstgesteckte Ziel des Zusammenschlusses ist die Stärkung und Anregung wissensbasierter Gründungen. Der Verbund nutzt hierfür drei hochschulübergreifende Wege:

Startup Port ACADEMY mit einem Zertifikatsprogramm zur Qualifizierung Studierender und WissenschaftlerInnen, Maßnahmen zur Weiterbildung und Weiterentwicklung von Gründern und Gründerinnen sowie von Gründungsberatungsstellen.

Startup Port MATES schafft im Verbund interdisziplinäre Vernetzungsmöglichkeiten zwischen Gründungsakteuren aller Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Metropolregion Hamburg.

Startup Port BUSINESS verbindet Startups mit der Wirtschaft, schafft Zugang zu passenden Seed Investments und Märkten und fördert den Wissenstransfer von Jungunternehmen zu erfahrenen Playern in der Wirtschaft.

Beim Startup Port kooperieren Forschung, Wirtschaft und Politik

Um eine dynamische und breite Basis für die Förderung von Startups aus der Wissenschaft zu bieten, haben sich im Projekt Startup Port Universitäten und Forschungseinrichtungen aus der Metropolregion Hamburg mit Einrichtungen aus Wirtschaft und Politik zusammengeschlossen. Mit der Universität Hamburg (UHH), der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), der Technischen Universität Hamburg (TUHH – Projektkoordinator) und der Helmut-Schmidt-Universität (HSU) kooperieren die vier größten Hochschulen Hamburgs mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), der Leuphana Universität Lüneburg (Leuphana) aus Niedersachsen und der Fachhochschule Wedel (FH Wedel) aus Schleswig-Holstein.

Die Zusammenarbeit in diesem Verbund wird durch die Hamburg Innovation GmbH (HI) unterstützt. Sie ist für die Förderung des Wissenstransfers in allen öffentlich-rechtlichen Hochschulen der Stadt verantwortlich ist. Das Deutsche Elektronen-Synchrotron (DESY) und das Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG), sowie aus der freien Wirtschaft Nordmetall und ContiTech, sind ebenfalls beteiligt. Politische Partner und des Verbunds sind die Hamburger Behörden für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) und für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) sowie das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK), welches ferner Kofinanzierer des Projekts ist.

Gründerszene Awards 2019 ehrten die wachstumsstärksten Digitalunternehmen

Die Gründerszene hat vergangene Woche mal wieder die wachstumsstärksten Unternehmen der deutschen Digitalwirtschaft ausgezeichnet. Auf den ersten drei Plätzen bei den Gründerszene Awards landeten das Frankfurter Versicherungsstartup Clark (FL Fintech E GmbH), der Onlineshop Fritzreifen (Go James GmbH) und die Recrutingplattform Instaffo GmbH.

Mit den Gründerszene Awards werden erfolgreiche Gründungen geehrt. Die Bewertung der Unternehmen basiert auf einem eigenen Wachstums-Score, errechnet von KPMG. Er ergibt sich aus dem CAGR ( Compound Annual Growth Rate = jährliche Wachstumsrate) der Nettoumsätze und dem Alter des Unternehmens. Den höchsten Wert erreicht demnach mit 86,93 % Clark mit einer App, mit deren Hilfe Nutzer ihre Versicherungsverträge verwalten können.

Gruppenbild mit Gewinnern und Veranstaltern der Gründerszene Awards (Foto: Ralph Penno)

4 Hamburger unter den Top 50

Den zweiten Platz mit 84,05 % sichert der Onlineshop Fritzreifen aus Iserlohn, der Reifen für PKW, Motorräder und Transportfahrzeuge im Angebot hat. Mit 83,91 % nur ganz knapp dahinter folgt die Heidelberger Recruitinplattform Instaffo, die künstliche Intelligenz bei der Jobvermittlung einsetzt. Erfolgreichster Bewerber aus Hamburg ist das Fintech FLEX Payment auf Platz 10. Außerdem aus der Hansestadt in den Top 50: Yieldlove (18), Savings United (23) und Avocadostore (46).

Den Sonderpreis in der Kategorie Entrepreneurship erhielt Miriam Wohlfarth, Gründerin des Fintechs Ratepay. Sie erhielt die Auszeichnung für den aktiven Einsatz bei der Förderung der Startup-Szene und des Unternehmertums in Deutschland. Der Big Player Award für außergewöhnliche Unternehmenserfolge ging an die Ausflugsplattform GetYourGuide. Die komplette Liste der Gewinner und Platzierten findet ihr hier.

Berliner Gründerinnen Laura Bücheler und Isabella Hillmer gewinnen den 14. Darboven IDEE-Förderpreis

Fünf Gründerinnen traten mit ihren Businessideen an, um beim diesjährigen Darboven IDEE-Förderpreis die Jury von sich zu überzeugen. Als nationale Auszeichnung für Unternehmerinnen aus allen Wirtschaftsbereichen ist der Darboven IDEE-Förderpreis einzigartig. Jetzt steht fest, wer die Gewinnerinnen sind. Das Gründerinnenduo Laura Bücheler und Isabella Hillmer aus Berlin konnte sich mit seinem Startup GHOST – feel it. durchsetzen und das Preisgeld von 50.000 Euro gewinnen. Die Auszeichnung gab es für die Entwicklung haptischer Interfaces, die beispielsweise Amputierte ihre Prothesen spüren lassen.

Der zweite Platz, welcher mit 10.000 Euro Preisgeld dotiert ist, ging an Katja Werner aus Hamburg für PiNa-Tec. Sie nutzt Nanopartikel aus Gold zur Identifizierung von Proteinen. Über Platz drei und 5.000 Euro Preisgeld kann sich Sabrina Hellstern von Hellstern medical freuen. Dieses Unternehmen entwickelt ergonomische Produkte für den OP, die die Arbeit der Ärztinnen, Ärzte und des OP-Personals erleichtern. Die Gewinnerinnen konnten sich gegen 175 Bewerbungen durchsetzen, die in diesem Jahr eingegangen sind.

Die Gewinnerinnen des diesjährigen Darboven IDEE-Förderpreises mit Stifter Albert Darboven: Isabella Hillmer, Laura Bücheler, Katja Werner und Sabrina Hellstern (Foto:obs/Albert und Edda Darboven Stiftung/J.J. Darboven/B. Fabricius)

„Der Anteil der Gründungen von Frauen ist zurückgegangen. Aber wir brauchen das weibliche Potenzial in allen Wirtschaftsbereichen heute mehr denn je“, erklärte Stifter Albert Darboven anlässlich der Preisverleihung, die im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses stattfand. Am Vortag der Preisverleihung hatten sich die Finalistinnen den Fragen der sechsköpfigen Expertenjury unter Vorsitz von Prof. Dr. Rolf Eggert gestellt. Die Schirmherrin Prof. Dr. Dagmar Schipanski begleitete die Jurysitzung. In beratender Position saß Manuela Rasthofer, die Gewinnerin des Darboven IDEE-Förderpreis 2017, dem Finale bei. Bei der Jurysitzung standen neben den formalen Kriterien des Unternehmens auch das persönliche Engagement der Gründerinnen im Vordergrund.

Über den Darboven IDEE-Förderpreis

Seit 22 Jahren ist der IDEE-Förderpreis die nationale Auszeichnung für innovative Ideen für Unternehmensgründungen von Frauen. 1997 hat Albert Darboven den IDEE-Förderpreis ins Leben gerufen. Seit 2001 wird der Preis alle zwei Jahre vergeben und kürte dieses Jahr zum 14. Mal die innovativste Gründerinnen-Idee in Deutschland. Es konnten sich Existenzgründerinnen und Unternehmerinnen, die nicht länger als drei Jahre selbstständig sind, bewerben. Die Neuartigkeit ihres Konzepts, der bereits erzielte beziehungsweise zu erwartende Erfolg, die Anzahl der geschaffenen und zu erwartenden neuen Arbeitsplätze und das persönliche Engagement sind die Kriterien, nach denen die Jury bewertet.

StudyHelp übernimmt Abirechner.de

Die StudyHelp GmbH aus Paderborn übernimmt das Hamburger Startup Abirechner.de und will damit sein Serviceangebot für Schüler weiter ausbauen.

2006 hat Andreas Kitzing in Hamburg Abirechner.de gegründet, um sich und seinen Freunden eine einfache Möglichkeit zu bieten, ihren Abiturschnitt zu berechnen. Durch Mundpropaganda und ein gutes Google-Ranking gewann der Rechner schnell bundesweit an Popularität. Seit 2014 fokussiert sich Andreas Kitzing jedoch auf sein anderes Startup Sponsoo, welches mittlerweile zu Europas größtem digitalen Marktplatz für Sportsponsoring herangewachsen ist. „Bei StudyHelp ist Abirechner.de in besseren Händen – daher freue ich mich auch inhaltlich über diesen Exit“, so Kitzing. StudyHelp-Gründer Maximilian Fleitmann ergänzt: „Mit der Übernahme von Abirechner.de machen wir einen weiteren Schritt in Richtung unseres 360-Grad Angebotes für Abiturienten.“

Andreas Kitzing (Foto: Stefan Groenveld)

Nach geplanten Umbaumaßnahmen soll eine neue Version des beliebten Abirechners im Frühjahr 2020 rechtzeitig zur Abiphase nutzbar sein.

Über StudyHelp

StudyHelp wurde 2016 in Paderborn gegründet. Die Plattform bietet deutschlandweit an über 200 Standorten Vorbereitungskurse für Schüler und Studenten an und ergänzt sie durch Online-Lerninhalte. Darüber hinaus sind im StudyHelp Verlag über 30 Produkte für Schüler aller Klassenstufen erhältlich. Pro Jahr nutzen zehntausende Schüler diese Angebote für Ihre effektive Prüfungsvorbereitung.

Study.eu gewinnt .eu Web Award 2019

Study.eu, die in Hamburg ansässige Plattform für Sudienplätze in Europa, gewinnt den .eu Web Award in der Kategorie „Laurel“. Die Preise werden jedes Jahr von EURid organisiert, der von der Europäischen Kommission ernannten Organisation für .eu-Domänen, von denen es derzeit mehr als 3,6 Millionen gibt.

Ziel der.eu Web Awards ist es, die Sichtbarkeit innovativer, schöner und wirkungsvoller.eu-Websites zu verbessern. In einer ersten Phase sammelten 139 Nominierte insgesamt fast 5.500 User-Votes, um in die Finalrunde zu gelangen. Eine Expertenjury wählte dann die Gewinner für jede der fünf Kategorien aus. Patrick Breyer, Mitglied des Europäischen Parlaments, überreichte die Auszeichnung „Laurels“: „Als wahrhaft europäisches Unternehmen sind wir begeistert über diese Auszeichnung“, sagt Gründer und CEO Gerrit Bruno Blöss.

Gerrit Bruno Blöss (mitte), CEO von STUDy.eu, nimmt seinen Preis entgegen (Foto: .eu Web Award)

Zu den weiteren Gewinnern zählen Old-Love.eu, ein europäisches Kunstprojekt, und das Green European Journal, Europas führendes Magazin für politische Ökologie. Die vollständige Siegerlistefindet ihr hier). Die Zeremonie moderierte die BBC-Nachrichtensprecherin Sally Bundock und hatte einen musikalischen mit dem Auftritt des britischen Singer-Songwriters James Morrison.

Alle Preisträger erhalten eine zweimonatige Werbekampagne am Flughafen Brüssel, die an den Gates A45/A46 auf Plakaten zu sehen sein wird. „Wir freuen uns sehr über diese Chance“, sagt Blöss. „Mobilität ist das Herzstück unserer Mission. Je mehr Schüler wir für einen Auslandsaufenthalt begeistern können, desto besser!“

Über Study.eu

Study.eu ist das Tor zu den europäischen Universitäten. Als meistbesuchte Plattform für die Studienwahl in Europa erreicht sie mehr als eine Million Nutzer pro Jahr. Das Hamburger Unternehmen verbindet Studierende aus aller Welt mit europäischen Universitäten und ermöglicht ihnen so, den angestrebten Studiengang zu verfolgen. Dabei arbeitetet Study.eu eng mit Hochschulen und Regierungsorganisationen zusammen.

Hamburger Banking-Anbieter Tomorrow sammelt 8,5 Millionen Euro ein

Tomorrow, der erste nachhaltige Mobile-Banking-Anbieter, läutet die nächste Wachstumsphase ein und schließt eine Series-A-Investitionsrunde über 8,5 Millionen Euro ab. Zu den Investoren gehören der Londoner Environmental Technologies Fund (ETF) und der Energiewende-Pionier Matthias Willenbacher.

„Wir freuen uns riesig: Unsere neuen Partner teilen die Werte und die Vision vonTomorrow. Gemeinsam wollen wir das Thema nachhaltiges Banking aus der Nische und in die Mitte der Gesellschaft holen“, sagt Co-Founder Michael Schweikart. Er hat das Fintech zusammen mit Inas Nureldin und Jakob Berndt gegründet. Seit März 2019 bietet Tomorrow ein nachhaltiges Girokonto an und konnte bereits über 16.000 Kunden gewinnen.

„Wir haben seit dem Start bewiesen, dass wir die beiden großen Themen ‚Mobile Banking‘ und ‚Nachhaltige Finanzen‘ gekonnt verbinden und am Markt damit auf großes Interesse stoßen“, so Schweikart. „Die nun abgeschlossene Finanzierungsrunde ermöglicht uns, künftig noch stärker zu wachsen und unser Angebot auszubauen. Die Finanzbranche muss ihrer Verantwortung angesichts der aktuellen globalen Herausforderungen gerecht werden. Wir sind angetreten, weil wir die Welt zum Guten verändern wollen –und Geld ein mächtiger Hebel ist. Tomorrow hat gerade erst begonnen.”

Das Gründertrio Michael Schweikart, Inas Nureldin und Jakob Berndt (Foto: Tomorrow)

Konkret wird Tomorrow 2020 in weitere europäische Märkte expandieren. „Wir bauen aktuell unser Expansions-Team aus und werden für die entsprechenden Märkte in den nächsten Monaten Country Manager einstellen“, sagt Schweikart. „Es gibt in ganz Europa keinen Akteur im Bereich Banking, der State-of-the-Art-Technologie mit konsequenter Nachhaltigkeit kombiniert –in diesen Raum wollen wir stoßen. Langfristig wollen wir die führende Nachhaltigkeitsbank werden.“ Neben der Internationalisierung wird Tomorrow bereits Anfang kommenden Jahres sein Produktangebot deutlich erweitern und unter anderem ein kostenpflichtiges Premiumkonto einführen. Perspektivisch soll eine digitale Plattform rundum Finanzen mit positivem Impact entstehen.

Über die Investoren

Der Environmental Technologies Fund ist ein britischer Venture-Capital-Fonds. Er investiert in innovative Unternehmen, die einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten. Matthias Willenbacher ist Unternehmer. Er gründete juwi und baute das Unternehmen zum größten Projektentwickler für Erneuerbare-Energien-Anlagen in Deutschland aus. Als Business Angel ist er Teilhaber von mehr als einem Dutzend nachhaltiger Startups. Neben ETF und Willenbacher engagieren sich ein halbes Dutzend weitere Business Angel bei Tomorrow.

airfocus sichert sich Finanzierung in Höhe von 1,7 Millionen Euro

Das Hamburger Startup airfocus hat gerade eine Seed-Runde über 1,7 Millionen Euro abgeschlossen. Investor ist das Wagniskapitalunternehmen Nauta Capital mit Büros in London, Barcelona und München. airfocus ermöglicht es Produktmanagern und Entscheidungsträgern in Unternehmen, Projekte und Aufgaben zu priorisieren und dabei alle Mitarbeiter in der gesamten Organisation auf ihre Roadmaps auszurichten.

Integrierbar in einige der am häufigsten verwendeten Managementsysteme wie Trello, Jira und Asana bietet airfocus eine intuitive Lösung mit gebrauchsfertigen Vorlagen für alle Arten von Planungsanwendungen. Um Strategien verständlich und klar zu machen, ist die Webanwendung zudem stark darauf ausgerichtet, Prioritäten und Pläne zu visualisieren.

Die Gründer Valentin Firak, Malte Scholz und Christian Hoffmeister (Foto: airfocus)

Mit dem Ziel, Unternehmen zu befähigen, bessere Entscheidungen zu treffen, gründeten 2018 Malte Scholz, Christian Hoffmeister und Valentin Firak airfocus. Wesentliche Motive waren Frustration über fragmentierte Entscheidungsprozesse in Unternehmen und der Mangel an Planungswerkzeugen auf dem Mark.

Bereits im Juni 2019 gab es eine erste Finanzierung

Malte Scholz, Mitbegründer und CEO von airfocus, erklärt: „Fehler in der Strategieplanung ruinieren Unternehmen und wir haben große Pläne, dies zu ändern.Projektübergreifend begrenzte Ressourcen zu allokieren und Roadmaps effektiv zu kommunizieren sind für die meisten Unternehmen allgegenwärtige Herausforderungen, unabhängig von Firmengröße und Branche. Zurückzuführen sind diese Probleme meist auf fehlendes Methodikwissen, Silodenken, Bauchentscheidungen und ineffektive Tools. Mit airfocus helfen wir Unternehmen und Teams ihre Prioritäten zu identifizieren und zu visualisieren und allen Stakeholdern einen klare Sicht darüber zu verschaffen, was wichtig ist und was nicht.“

Das Unternehmenhatte bereits eine Pre-Seed-Runde von Picea Capital und Business Angels eingeworben (wir berichteten). Jetzt wird es das frische Kapital nutzen, um sein Produkt weiter zu verbessern. Darüber hinaus ermöglicht die Finanzierung airfocus den Ausbau des Teams in allen Funktionen. Die Rede ist von insgesamt 20 Mitarbeitern im kommemden Jahr.

Hyconnect gewinnt Otto von Guericke-Preis 2019

Es läuft gerade richtig gut beim Hamburger Startup Hyconnect. Nach dem Triumph beim Reeperbahn Startup Pitch am 7. November gab es jetzt die nächste Auszeichnung. Der Otto von Guericke-Preis der AiF wird einmal im Jahr für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Den Preis gab es für die Lösung des Problems, Faserverbundstoffe mit Stahlbauteilen zu verbinden. Der dadurch vereinfachte Leichtbau hilft beispielsweise bei der Reduzierung von CO2-Emissionen. Dr. Lars Molter und Dr. Rafael Luterbacher-Mus, bis 2018 beide am Center of Maritime Technologies e.V. (CMT in Hamburg, entwickelten gemeinsam mit Dr. Rigo Peters von der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt Mecklenburg-Vorpommern GmbH die Technologie FAUSST (Faserverbund-und-Stahl-Standardverbindung). Damit ist es erstmals möglich, Faserverbundbauteile und Stahlbauteile mithilfe eines hybriden Gewirks ohne jedwede mechanische Sicherung fest und sicher zusammenzufügen. Die so verbundenen Strukturen genügen auch den größten Anforderungen sowohl im Fahrzeug- und Schiffbau, als auch in der Luft- und Raumfahrt.

Glückliche Gewinner des Otto von Guericke-Preises 2019: Dr. Rigo Peters und Dr. Lars Molter (Foto: AiF/Juergen Schulzki Fotografie)

Mit der FAUSST-Technologie einen Volltreffer gelandet

„Unser Ziel war es, eine hybride Verbindungstechnologie für unterschiedliche Anforderungen im Schiffbau zu entwickeln. Das haben wir geschafft“, freut sich Lars Molter. „Vergleiche zwischen dem klebetechnischen Fügen im Schiffbau und der FAUSST-Technologie zeigen deren hohes Potenzial: Die Prozesszeit ist bis zu 50 Prozent schneller und selbst Einsätze, die sonst zu komplex und zeitaufwändig sind, lassen sich mittels FAUSST realisieren. Zudem ist die neue Technologie einfach in bestehende Prozessketten integrierbar.“ Molters Kollege Rafael Luterbacher-Mus beschreibt den Aufbau des FAUSST-Verbinders. „Er besteht aus drei Komponenten: Einem reinen Metallteil, einem Hybridteil und einem Glasteil, die miteinander verwirkt und an ein metallisches Halbzeug angeschweißt sind.“

Im Juni 2018 wurde die Hyconnect GmbH in Hamburg gegründet, um FAUSST für den industriellen Einsatz weiterzuentwickeln. Bisher konnten durch die Transfermaßnahmen fünf Industrieunternehmen gewonnen werden, die FAUSST für Ihre Anwendungen projektieren lassen. 

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