Die STARTERiN Hamburg 2025 Konferenz war ein Festival der Gründerinnen!
Zum vierten Mal haben wir in diesem Jahr den Gründerinnen-Wettbewerb STARTERiN Hamburg durchgeführt und zugleich gab es eine Premiere. Das Finale fand nämlich im Rahmen einer großen Konferenz in der Handelskammer Hamburg statt. Die begeisterte mit wertvollem Wissenstransfer, tollen Netzwerkmöglichkeiten und spannenden Pitches, bei denen VitaSeq, Biohugs, myProtectify und Voicestories gewannen.
Bei der STARTERiN machte Lernen richtig Spaß!
„Connect & Learn“ – das erwies sich als das ideale Motto der ersten STARTERiN-Konferenz. Sie bot beste Gelegenheiten, sich auf vielfältige zu vernetzen, mit Gründerinnen und Gründern, Investorinnen und Investoren und jeder Menge weiterer Menschen, denen Female Entrepreneurship am Herzen liegt. Es gab auch viel zu lernen, was zunächst vielleicht etwas dröge klingt, dank der kompetenten und hoch motivierten Speakerinnen und Speaker jedoch zu einem echten Vergnügen wurde. Mit allen Informationen und Erkenntnissen aus den Keynotes und Panels könnte man fast schon Bücher füllen, deshalb beschränken wir uns hier nur auf ein paar Kernaussagen.
Mit dem Maximalziel in Verhandlungen gehen

Viele neigen dazu, in Verhandlungen mit einem Ziel zu gehen, dessen Erreichung sie selbst für realistisch halten. Klingt vernünftig, ist aber der falsche Weg, weiß die Verhandlungsexpertin Dr. Martina Pesic. Sie rät dazu, das erste Angebot zunächst einmal grundsätzlich abzulehnen, und wenn dein Gegenüber das genauso handhabt, hast du schon verloren. Deshalb mit einem Maximalziel anfangen und dann so verhandeln, dass am Ende alle Beteiligten das Gefühl haben können, das Gewünschte und vielleicht sogar etwas mehr erreicht zu haben. Ihr Appell an Frauen lautet: „Ihr bekommt nicht, was ihr verdient. Ihr bekommt nur, was ihr verhandelt. Also nehmt euch den Raum, der euch längst gehört. Jetzt!“
Nicht für SEO, für die User optimieren wir

Kann man das Optimieren von Webseiten lieben? Absolut, wie Marina Kurz, Senior SEO Managerin bei Statista, bewies. Sie macht ihre Arbeit mit großer Leidenschaft. Dabei ist Search Engine Optimization – kurz SEO – eine kleine Wissenschaft für sich. Google, die wichtigste Suchmaschine, ändert ständig die Algorithmen, die für das Gefundenwerden verantwortlich sind, und selbst eine Expertin wie Marina erfährt die Details nicht, kann aber mit ihrem Know-how die richtigen Schlüsse ziehen. Seit dem Aufstieg der künstlichen Intelligenz gibt es noch eine weitere Disziplin: Generative Engine Optimization (GEO). Sie berücksichtig die Tatsache, dass inzwischen viele KI wie eine Suchmaschine benutzen. Das macht es noch ein bisschen komplizierter, doch eigentlich ist es ganz einfach: Wer gefunden werden will, muss keine Buzzwords auf seiner Webseite verstreuen, sondern Inhalte liefern, die wirklich interessieren und Mehrwert liefern.
Besser ein Dschungel als eine Wüste

Hamburg bietet hervorragende Voraussetzungen für Gründerinnen, darüber waren sich alle Teilnehmenden eines prominent besetzen Panels einig. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank hob das hohe wissenschaftliche Niveau der Hansestadt hervor, das für Innovationen sorgt, die zu Geschäftsideen führen können. Damit das in Zukunft noch besser gelingt, gibt es seit dem 1. November Impossible Founders, um vor allem Deep Tech-Projekte zu fördern. Deren CEO Arik Willner kündigte eine Reihe von Maßnahmen an, um aus großen Ideen große Erfolge zu machen. Wie erfolgreich Frauen in der Tech-Welt sein können, schilderte Yesica Rios, Co-Founderin von JobMatch und Gewinnerin bei der ersten STARTERiN 2021. Sie betonte, wie wichtig die Teilnahme für ihre Wahrnehmung als Gründerin war. Das Hamburger Startup-Ökosystem hat eben viel zu bieten, erscheint manchmal aber unübersichtlich wie ein Dschungel. Die Handelskammer Hamburg, für die Axel Hoops sprach, kann da Orientierung geben. Und wie sagte er so schön: „Besser ein Dschungel als eine Wüste!“
Steuerberatung geht besser mit Haltung

Das Beratungsunternehmen ba tax ist seit vielen Jahren ein engagierter Partner von Hamburg Startups und damit auch der STARTERiN. Neele Wehmeyer und Ulrich Britting, die beide als CEO fungieren, schilderten, was für sie Gründen mit Haltung bedeutet und wie klare Prinzipien zu einem Erfolgsfaktor werden. Sie sorgen für Eindeutigkeit, Verlässlichkeit und ein partnerschaftliches Miteinander, intern und im Umgang mit dem Kunden. Das führt zu einer hohen Identifikation und geringen Fluktuation bei den Mitarbeitenden und höheren Umsätzen. Bei der Steuerberatung gibt es immer Grauzonen, doch ba tax setzt da Grenzen, die mit dem Haltungsprinzip übereinstimmen. Wie konsequent das eingehalten wird, beweist die Zertifizierung als B Corp, in der Branche eine echte Rarität.
Ein Pitch ist gut, zwei sind besser
Angefangen hat die STARTERiN als Gründerinnen-Wettbewerb, und natürlich sollten auch bei der Konferenz wieder Unternehmerinnen im Mittelpunkt stehen, die ihre Geschäftsideen vorstellen. Und da Hamburg so viele großartige Gründerinnen hat, blieb es dieses Mal nicht nur bei einem Pitch-Durchgang, es standen gleich zwei auf dem Programm.
VitaSeq gewinnt den FSA LEVEL UP-Pitch

Der erste Pitch war eine Zusammenarbeit mit dem Hamburg Investors Network, das den Gründerinnen-Wettbewerb Female StartAperitivo (FSA) durchführt und damit dieselben Ziele verfolgt wie die STARTERiN: Sichtbarkeit und Vernetzung. Beim FSA LEVEL UP-Pitch traten nun ehemalige Kandidatinnen aus beiden Wettbewerben erneut an. Den Anfang machte Lola Kotte von Bettersoon. Die Tierärztin baut eine Plattform auf, die eine erste Einschätzung von möglichen Erkrankungen von Haustieren ermöglicht. Ein Erlebnis ist immer der Auftritt von Elke Jensen mit ihrem CityCaddy, einer Kreuzung aus Einkaufstrolley und Rollator im edlen Design. Ein großes Thema, nämlich die zunehmende Angst vor Einsamkeit, greift Leonie Wilken auf. Sie hilft mit myndpaar Menschen dabei, ihre Beziehungsfähigkeit zu stärken.
Das Publikum hatte die Möglichkeit, über den besten und beeindruckendsten Pitch abzustimmen. Die Wahl fiel auf Dr. Sanaz Bahari Javan von VitaSeq. Sie stellte ein Verfahren vor, eine Alzheimer-Erkrankung zu erkennen, lange bevor sie tatsächlich ausbricht, um sie präventiv behandeln zu können. Wir werden darüber demnächst in einem eigenen Beitrag ausführlich berichten.
Biohugs, myProtectify und Voicestories gewinnen bei der STARTERiN Hamburg 2025

Zum Abschluss der Konferenz kam es zu dem Höhepunkt, auf den es seit Monaten hinausläuft: das Finale der STARTERiN Hamburg 2025! Begonnen hatte es im Sommer mit dem Bewerbungsaufruf, es folgte das Public Voting und jetzt also der entscheidende Pitch mit sechs Kandidatinnen in drei Kategorien. Sie alle überzeugten mit leidenschaftlichen Auftritten und teilweise sehr persönlichen Erzählungen, die bei der Jury einen tiefen Eindruck hinterließen und die Entscheidungen nicht leicht machten. Schließlich gab es auch einen wertvollen Preis zu vergeben: jeweils einen Mediagutschein von STRÖER im Wert von 20.000 Euro für digitale Außenmedien in Hamburg!
Zuerst stand die Kategorie „Tech“ auf der Agenda. Alice Schedlbauer von MyQMa Solutions machte deutlich, welche wichtige Rolle Qualitätsmanagement bei der Personalfindung und -bindung spielt. Sie bietet die dafür geeignete Software. Themen, die unsere Gesundheit betreffen, stoßen offensichtlich auf großes Interesse, wie der Erfolg von VitaSeq gezeigt hat. Auch bei Biohugs, vorgestellt von der Gründerin Parnian Fazel, gab das den Ausschlag. Sie stellte eine KI-gestützte Biofeedback-Plattform vor, die auf individuellen Daten basierende Tipps für ein gesunderes Leben gibt.



Besonders emotional wurde es in der Kategorie „Impact“. Keziah-Naomi Tsagli von waymaker stories weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich als Kind mit dunkler Hautfarbe anfühlt, wenn man in Büchern keine Identifikationsfiguren findet, die so aussehen wie man selbst. Mit von ihr geschriebenen Bilderbüchern füllt sie diese Lücke. Noch persönlicher wurde es bei Sogol Kordi von myProtectify. Sie war jahrelang Opfer häuslicher Gewalt und hatte nicht die Hilfsangebote gefunden, die sie benötigt hätte. Mit dem KI-Chat Maya hat sie ein Angebot geschaffen, das solche Hilfe schnell und sicher bietet. Ein unvergesslicher Pitch, der mit dem Titel STARTERiN Hamburg 2025 belohnt wurde.
Der ging auch an Yvonne Ramat von Voicestories in der Kategorie „Commerce“. Sie bannt akustische Erinnerung auf Audio-Sticker. Über einen QR-Code lassen sich Tondokumente von besonderen Ereignissen oder Grußbotschaften abrufen. Die Vielseitigkeit des Produkts und das Marktpotenzial überzeugten die Jury. Lob gab es aber auch für Ann Austin von Prazzle. Sie bietet aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform und adressiert damit einen internationalen Markt mit großen Wachstumschancen.
Herzlichen Dank an unsere großartigen Partner!
Und das war sie dann auch schon, die erste STARTERiN-Konferenz – wie alle schönen Erlebnisse ging sie viel zu schnell vorüber! An dieser möchten wir unseren ganz herzlichen Dank an unsere famosen Partner aussprechen, ohne die ein solches Event nicht möglich wäre: die Handelskammer Hamburg, ba tax, Hamburg Investors Network, STRÖER, Impossible Founders und willy.tel! Genau wie an Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank, die sich zum wiederholten Male als Schirmherrin der STARTERiN engagiert. Und nicht zuletzt an unsere Leserinnen und Leser und die vielen Netzwerkpartner, die die STARTERiN die ganze Zeit unterstützt haben. Ihr seid alle fabelhaft!










