STARTERiN Lunch & Learn bei ba tax: So spannend können Steuern sein!
Bis zur nächsten Runde unseres Gründerinnenwettbewerbs STARTERiN Hamburg dauert es noch eine Weile, doch das damit verbundene Netzwerkformat Lunch & Learn verkürzt die Wartezeit. Diese Woche hat es Station beim Beratungsunternehmen ba tax gemacht, wo Co-Founderin Neele Wehmeyer einen informativen Überblick über Themen gab, die jedes Startup eher früher als später beschäftigen.
ba tax verbindet eine langjährige Partnerschaft mit Hamburg Startups und unserer STARTERiN. So war es nur folgerichtig, dass das als B Corp zertifizierte Steuerberatungsunternehmen jetzt einmal die Gastgeberrolle bei Lunch & Learn übernommen hat. Hier bieten wir Gründerinnen die Möglichkeit, sich zu auszutauschen und zu vernetzen, lecker zu essen und sich über für sie relevante Themen zu informieren. Bei ba tax, das auch viele Startups als Kunden hat, ging es naturgemäß um Fragen zu Steuern und Finanzen. Nicht gerade das, womit sich visionäre Entrepreurinnen am liebsten beschäftigen, aber unerlässlich für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg.

Konkrete Tipps zeichen Lunch & Learn aus
Wer einmal einem Vortrag zu einem wie auch immer gearteten juristischen Thema gelauscht hat, kennt garantiert die Aussage „Es kommt darauf an.“ Das ist keine faule Ausrede, sondern der Tatsache geschuldet, dass es nur selten pauschal richtige Antworten gibt und die meisten Fälle individuell betrachtet werden müssen. Daher kam auch Neele Wehmeyer nicht ohne diesen oft zitierten Satz aus, doch sie hatte zudem zahlreiche konkrete Tipps und Beispiele parat, die unmittelbar weiterhelfen konnten. Dabei verband sie fachliche Kompetenz mit eigenen Erfahrungen als Gründerin. Einige ihrer Ratschläge fassen wir hier für euch zusammen.
- Das deutsche Steuerrecht ist das komplizierteste der Welt, deshalb haben sich viele Beratungsunternehmen auf bestimmte Branchen spezialisiert. Dies gilt es bei der Wahl zu berücksichtigen; ba tax beispielsweise legt seinen Schwerpunkt auf den Tech-Bereich.
- Investiert bei eurem Startup in eine Finance-Position. Soll heißen: Investiert zumindest einen Teil eurer Zeit in die Beschäftigung mit Fragen zu den Finanzen, oder besser noch, engagiert eine Person, die sich damit auskennt.
- Denkt groß bei der Wahl eurer Tools. Also entscheidet euch schon heute für Software, die nicht nur eure aktuellen Probleme löst, sondern auch in zwei Jahren, wenn euer Startup hoffentlich ordentlich gewachsen ist, die dann anstehenden Aufgaben bewältigt.

Vorausschauend agieren, um sich nicht zu verzetteln
Zwei weitere Tipps handelten vom Verzetteln, beziehungsweise davon, dass man es vermeiden sollte. Buchstäblich bei der regelmäßigen Erfassung und Digitalisierung von Belegen, um eine unüberschaubare Zettelwirtschaft am Ende des Jahres zu umgehen. Und im übertragenen Sinn beim Cap-Table. Das ist die Liste aller in ein Startup investierten Unternehmen und Personen. Am Anfang kommen die häufig aus der Familie und dem Freundeskreis und tragen vergleichsweise geringe Beträge bei. Sind zu früh zu viele Gesellschafter an Bord, wird es schwierig, schnell einheitliche Entscheidungen zu treffen und weitere Investoren zu gewinnen, wenn es an die großen Runden geht.
Die beliebteste Rechtsform bei Startups ist die GmbH. Ihr größter Vorteil ist die schon im Namen verankerte beschränkte Haftung, die sich auf Gesellschaftsvermögen, aber nicht auf das Privatvermögen bezieht. Größte Hürde ist das erforderliche Stammkapital in Höhe von mindestens 25.000 Euro. Neele rät aber, dieses wenn möglich gleich zu Beginn zu investieren, eine spätere Umstellung auf eine GmbH sei mit unnötigem Aufwand verbunden.




Guter Rat ist nie zu teuer
Andere Themen, die in dem Vortrag angesprochen wurden: Ist die Gründung einer Holding sinnvoll? Welche Formen der Beteiligung von Mitarbeitenden bieten sich an? Wie hoch sollte das Gehalt, sein, das ich mir auszahle, und wie gehe ich mit Gewinnen um? Und was hat das für Konsequenzen in Bezug auf die Steuer? Wie gesagt, darauf gibt es keine allgemeingültigen Antworten, wobei Neele jeweils konkrete Beispiele nennen und Fragen beantworten konnte. Am Ende stand aber der immer gültige Rat: Informiert euch frühzeitig und investiert in Kompetenz, auch wenn das kostet, sonst kann es später viel teurer werden. Und tauscht euch mit anderen Gründerinnen und Gründern aus. Genau darum geht es ja beim STARTERiN Lunch & Learn. Fortsetzung folgt!








