Diese Food Tech-Startups trefft ihr beim Food Innovation Camp
Am 22. Juni wird die Handelskammer Hamburg zum Mittelpunkt der Food-Welt und ist dort beim Food Innovation Camp auch als Aussteller vertreten. Mit einem Gemeinschaftsstand verschafft sie vier aufstrebenden Startups Sichtbarkeit und macht deutlich, wie vielfältig Hamburg im Bereich Food Tech aufgestellt ist. In diesem Beitrag erfahrt ihr, mit welch unterschiedlichen Ansätzen #IAMPLASTICFREE, re_source, Fermeta und ValueGrain für mehr Nachhaltigkeit in der Lebensmittelbranche sorgen.
#IAMPLASTICFREE – der Name ist Programm

Food Tech hat viele Facetten und muss nicht Deep Tech oder eine Digitallösung sein. Eine gutes Beispiel dafür bietet das Startup DKM Innovations GmbH, das unter dem Namen #IAMPLASTICFREE agiert. Der ist Programm bei dem Unternehmen, das entstanden ist, nachdem die Gründer 2017 während eines Auslandssemesters in Indonesien die Verschmutzung des Meeres und der Strände durch Plastikmüll hautnah miterlebten. Daraufhin entschlossen sie sich dazu, nachhaltige Verpackungs- und Produktlösungen für Gastronomie und Hotellerie zu entwickeln. Dabei setzen sie auf natürliche Materialien wie Holzfasern, Zucker und Glukose, um erdölbasiertes Plastik zu ersetzen. Ihr Ziel ist es, nicht nur Produkte zu liefern, sondern ein Bewusstsein für die Plastikproblematik schaffen. Inzwischen nutzen über 3.500 B2B-Kunden aus ganz Europa die Trinkhalme, Becher, Bestecke und einiges mehr von #IAMPLASTICFREE.
re_source – Verpackungen nachhaltig planen

Ganz frisch gegründet ist re_source. Dieses Startup hat sich vorgenommen, die Materialauswahl und -beschaffung in Unternehmen zu revolutionieren. Die Software der Plattformlösung analysiert unternehmensinterne Daten, verknüpft sie mit externen Datenbanken zu Materialpreisen, Zirkularität und regulatorischen Anforderungen und schlägt optimierte, nachhaltige und vor allem preiskompetitive Materialien für Produkte und Verpackungen vor. Das Angebot richtet sich an Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen, wobei der Lebensmittelsektor mit besonders komplexen Herausforderungen verbunden ist. re_source verspricht hier signifikante Kosten- und Zeitersparnisse und eine deutliche Verbesserung in Sachen Klima- und Umweltschutz.
Fermeta – Tierfutter für weniger Methan

Die klassische Landwirtschaft hat einen erheblichen Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen. Berühmt-berüchtigt sind vor allem die rülpsenden Rinder und ihr Methanausstoß. Das Startup Fermeta nimmt sich dieses Problems an und entwickelt ein bioaktives Futtermittel, das den Methanausstoß von Wiederkäuern reduziert und gleichzeitig die Milchleistung steigert. Der Vertrieb soll direkt an Landwirte sowie über den Landwirtschaftshandel erfolgen. Aktuell liegt der Fokus auf Milchbauern, das Produkt funktioniert aber ebenso für Mastrinder, Schafe und Ziegen. Es gibt bereits Anreizsysteme, die Landwirten eingesparte Methanemissionen vergüten. Fermeta steht kurz vor dem Markteintritt und hat die langfristige Vision, das Produkt dezentral direkt in den landwirtschaftlichen Betrieben durch Fermentation pflanzlicher Nebenprodukte herzustellen.
ValueGrain – neue Geschäftsideen für Brauereien

Das Geschäftsmodell von ValueGrain besteht aus zwei Teilen. Da ist zunächst die technologische Komponente: eine Maschine, die Treber, die Überreste bei der Bierherstellung, verarbeitet. Sie wird in die bestehenden Produktionsanlagen in Brauereien integriert. Das verursacht nur überschaubare Kosten und kaum operativem Mehraufwand. Der dabei entstehende Rohstoff wird dann an Lebensmittelproduzenten verkauft und kann unter anderem als Mehl-Komplementär in Industriebäckereien zum Einsatz kommen oder als pflanzenbasierte Clean-Label Zutat in Hybrid-Fleischprodukten. ValueGrain bezeichnet sein Konzept auch als Matchmaking-Plattform, welche Brauereien, die in Zeiten sinkenden Bierkonsums ein Zusatzgeschäft gut gebrauchen können, mit Lebensmittelherstellern zusammenbringt.
Kommt alle zum Food Innovation Camp!

Der Gemeinschaftsstand der Handelskammer ist Teil der Expo, die insgesamt rund 90 Aussteller umfasst. Sie ist ein Kernelement des Food Innovation Camps (FIC), das aber noch sehr viel mehr zu bieten hat. Ihr erlebt dort spannende Pitches, ein umfangreiches Konferenzprogramm mit prominenten Speakerinnen und Speakern zu aktuellen Themen und viele kulinarische Überraschungen. Tickets gibt es in zwei Kategorien: Das Konferenzticket richtet sich an Branchenprofis, die wertvolle Kontakte knüpfen wollen und ist vor allem für Startups attraktiv. Das Expoticket ist für alle, die Spaß an Food-Innovationen haben und Neues probieren wollen, das noch nicht in jedem Supermarktregal steht.








